Ach, was heißt da: fehlt die Zunge? Entscheidend ist immer die Frage: schmeckt mir der Wein oder schmeckt er mir nicht? Das gilt für Laien wie für Experten. Der Experte kann vielleicht konkret benennen, warum ein Wein nicht schmeckt, aber das Empfinden ist das selbe. Persönlich ist mir fast egal, ob ein Wein schmeckt oder nicht, da es immer auf die Gesellschaft ankommt, in dem man ihn trinkt. Billigwein mit den richtigen Jungs - großes Kino. Jahrtausendweine im Kreise halbgebildeter "Kenner" und ich brech ins Glas. Wenn ich mit meiner Frau toll essen gehe und wir bissi mehr für einen Wein ausgeben, ist mir das Gerbsäuregerüst ebenso scheißegal wie die Tatsache, daß ich ihn irgendwo billiger hätte kaufen und auf dem heimischen Sofa hätte trinken können. Das Package zählt und solang in so einem Moment der Wein nicht wirklich schrecklich schlecht ist, ist er gut. Das Gesülze überlaß ich dem Sommelier und wenn der gut ist, verschont er mich damit und bringt einfach nen tollen Wein, ob dieser überteuert ist, sehe ich vorher anhand der Preisstruktur der übrigen Karte oder halt im Gault-Millau, hier sind die meisten deutschen Gastronomen mittlerweile auf einem vernünftigen Niveau angelangt, richtigen Nepp hab ich lang nicht erlebt. Übrigens gilt imho für Weine dasselbe wie für fast alles andere: die geringen Ausschläge nach oben kauft man exponentiell teuer ein. Ein Wein für 500,- mag besser sein als einer für 50,-, aber ist er auch 10x besser? Hier ist viel Voodoo dabei, wie bei allem, man muß u.a. auch einfach Bock drauf haben, wenn man viel ausgibt![]()
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Thema: Rotweinempfehlungen
Baum-Darstellung
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23.12.2010, 13:27 #20Beste Grüße, Tobias
Warum hat unser Baby 1 Schnitzelkopf?




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