Ich sehe in allen ROLEX-Ausflügen in Sachen Komplikation eher Geschichten, die an den Gründer herangetragen wurden, er nicht wirklich wollte, aber ein Auge zugekniffen hat. Allzuviele dieser komplexen Dinger schwirren ja auch nicht rum.

Klar, dies ist alles Spekulation, wir wissen ja auch bis heute nicht, was "ROLEX" bedeutet, ob es überhaupt was bedeuten soll oder einfach nur symetrisch und in allen Sprachen gleich auszusprechen sein sollte.

Gegen Komlikationen bei ROLEX spricht für mich der Grundgedanke, der Wilsdorf antrieb: Eine perfekte, alltagstaugliche Uhr zu machen. Dies zusätzlich mit dem Hintergrund, dass er kein wirklicher Uhrentechniker war, sondern eher ein genialer Marketer:

Erst das "Oyster"-Gehäuse, um eine wasserdichte Uhr zu haben, weniger des Wassers, sondern des Staubs wegen. Der Schwachpunkt: Die Krone, die immer wieder auf und zu gedreht werden musste beim Aufziehen, also kam der "Perpetual Mechanismus". Dann Datum, Wasserdichte erhöht und eine Taucheruhr präsentiert, dann eine Uhr mit zweiter Zeitzone, dann eine Taucheruhr, die tiefer tauchte, alltagstauglich durch zusätzliches Datum usw.

All das berücksichtigt, wollte Wilsdorf nie etwas anderes als perfekte Werkzeuge für Spezialisten - und wenn der Mann von der Straße auch von den "Spezialfunktionen" profitierte, umso besser.

Und eine zusätzliche Käuferschicht wurde erschlossen durch das Aufhübschen mit Edelmetall und Edelsteinen. Aber im Inneren blieb es eben ein zuverlässiges Werkzeug.


Das von einem, der sich mit dem Inneren der Uhren und der Geschichte derselben gar nicht auskennt, eigentlich arbeiten sollte und das nur schnell mal runter getippt hat. Alles Spekulation.

Beste Grüße,
Kurt