Ergänzung zu den Gedanken von Michael:
Dereinst sind die Heizflächen mit Sicherheits- und Angstzuschlag ausgelegt worden, so dass es im Regelfall kein Problem darstellt, die "alte" Heizung (Vorlauf 90°C) auf Niedertemperatur mit ca. 60-70°C VL-Temperatur umzustellen, im Besonderen vor dem Hintergrund dass üblicherweise in der Zwischenzeit die Fenster und Außendämmung modernisiert wurden (Reduzierung der Heizlast).
Anderseits sind Heizkörper wie Guss- oder Stahlradiatoren keine guten Wärmeübertrager bei der angegebenen VL-temp. von 45°C, denn Stahl-Heizkörper beginnen bei erst 35-40°C VL wirksam zu "arbeiten".
Besser wäre bei dieser Niedrigsttemp. eine Flächenheizung, also klassisch die Fussbodenheizung.
Von der Theorie zur Praxis:
Wenn nun in der Vergangenheit bei niedrigen Außentemperaturen (ta = -10 bis -15 °C) tatsächlich niedrige VL-Temperaturen, in Richtung 45°C, zur Beheizung des Gebäudes ausgereicht haben, so wäre der Einstz der WP empfehlenswert. Sollten aber eher VL-Temperaturen von 60 - 70°C bei ta = -15°C die Regel gewesen sein, so käme eher der Brennwertkessel in Frage.
Ergebnis 1 bis 18 von 18
Thema: Wärmepumpe im Altbau
Hybrid-Darstellung
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22.09.2010, 01:03 #1.
Gruß joo
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22.09.2010, 13:09 #2
Danke schon mal für den Input. Der Altbau ist dämmtechnisch - soweit der Denkmalschutz dies zulässt - saniert. Zum Teil ist auch Fußbodenheizung verbaut. Deshalb reichen wohl auch die 45 ° C Vorlauftemperatur.
Mir liegt zwischenzeitlich ein Schlussbericht über einen 2-jährigen Test von Wärmepumone am Oberrhein vor. Dieser bestätigt meine laienhaften Berechnungen im Ergebnis: Luftwärmepumpen brachten im Schnitt eine Systemjahresabrebitzahl von 2,4 (mit Heizkörpern nur 2,2). Die Beste lag bei 3,0. Erdreich-WP lagen bei 3,1 - wobei die besten allerdings auf 4,3 und 4,4 kamen. Wenn man bedenkt, dass zur Erzeugung von 1 KWh Strom 3 KWh Primärenergie eingestzt werden müssen, machen Luft-WP volkswirtschaftlich und ökologisch bei den realisierten JAZ keinen Sinn. Indiviuell rechnen sie sich aber trotzdem und man hat nicht diese immer doch ein wenig nach Öl stinkende Anlage (samt Tanks) im Haus.
Nun gilt´s herauszufinden welche WP dies waren und, da dies Stand Ende 2008 war, und diese Teile somit nun schon mindestens 4 Jahre alt sind, mittlerweile nicht noch was besseres am Markt ist.
Ne Luft-WP mit garantierter JAZ von 3,3 - wie vom BAFA gefordert - würd mir ja schon reichen
Grüße
Bernd
I´m on a "highway to hell" 'cause "hell ain't a bad place to be"
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