Ergänzung zu den Gedanken von Michael:

Dereinst sind die Heizflächen mit Sicherheits- und Angstzuschlag ausgelegt worden, so dass es im Regelfall kein Problem darstellt, die "alte" Heizung (Vorlauf 90°C) auf Niedertemperatur mit ca. 60-70°C VL-Temperatur umzustellen, im Besonderen vor dem Hintergrund dass üblicherweise in der Zwischenzeit die Fenster und Außendämmung modernisiert wurden (Reduzierung der Heizlast).
Anderseits sind Heizkörper wie Guss- oder Stahlradiatoren keine guten Wärmeübertrager bei der angegebenen VL-temp. von 45°C, denn Stahl-Heizkörper beginnen bei erst 35-40°C VL wirksam zu "arbeiten".
Besser wäre bei dieser Niedrigsttemp. eine Flächenheizung, also klassisch die Fussbodenheizung.

Von der Theorie zur Praxis:
Wenn nun in der Vergangenheit bei niedrigen Außentemperaturen (ta = -10 bis -15 °C) tatsächlich niedrige VL-Temperaturen, in Richtung 45°C, zur Beheizung des Gebäudes ausgereicht haben, so wäre der Einstz der WP empfehlenswert. Sollten aber eher VL-Temperaturen von 60 - 70°C bei ta = -15°C die Regel gewesen sein, so käme eher der Brennwertkessel in Frage.