Das wird uns von den Medien und sog. Energieberatern suggeriert. Momentan sind die Brennstoffe noch so günstig, dass sich eine Wärmedämmung wahrscheinlich zu Lebzeiten nicht amortisieren wird.
Ich habe die Rechnung mal bei meinem Elternhaus gemacht. Das Haus ist quasi ungedämmt und hat ca. 150m2 Wohnfläche. Die Heizkosten belaufen sich auf ca. 1'200 bis 1'500 EUR / Jahr. Um es energietechnisch auf den neuesten Stand zu bringen müsste man neue Fenster einsetzen, die Fassade, den Kellerbereich und das Dach dämmen. Insgesamt ist man da sehr schnell mal bei 100'000 EUR.
Wenn ich nun dadurch im Jahr 50% Heizkosten (600 EUR) einsparen kann und damit rechne, dass die Energiekosten pro Jahr um ca. 5% steigen, dann hätte sich die Investition ohne Zinsen erst nach 46 Jahren amortisiert! Selbst wenn ich annehmen würde, dass man pro Jahr 1'000 EUR einspart und die Energiekosten jährlich um 10% steigen, bräuchte es immer noch 25 Jahre bis sich die Investition amortisiert hat. Und das wie gesagt immer ohne die Zinsen für die Investition gerechnet zu haben!
Ergebnis 81 bis 100 von 117
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27.08.2010, 13:03 #81
So seh ich das auch! Eine extreme Wärmedämmung macht das Raumklima kaputt, wenn nicht gut geheizt und gelüftet wird. Und bei falschem Lüften läuft Kondenswasser die Fenster runter und fördert Schimmelbildung insbesondere in den Schlafzimmern, da dort nicht wirklich geheizt wird, da wir kühl schlafen sollen.
Aber solang der Fossile Brennstoff immer teurer wird nehmen wir das solange in Kauf, bis wir Krankheiten haben, die von Schimmelsporen ausgelöst werden.
Gruß MarcGruß Marc
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27.08.2010, 14:16 #82Gruss Wolfgang
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27.08.2010, 14:20 #83
Und genau deswegen sollte man vorher überlegen was und wie man es macht. (Damals war es halt nicht üblich...)
Beim einem Altbau lohnt aus diesen Aspekten eine Sanierung der Heizung auch nicht.Gruß Marc
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27.08.2010, 14:34 #84
Es ist im Grunde bekannt, dass Dämmstoffdicken über 14 cm kaum noch etwas bringen - außer Herstellungskosten.
77 Grüße!
Gerhard

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27.08.2010, 14:38 #85
Nicht alles, was die die Behaglichkeit erhöht, lohnt sich finanziell - dafür möchte ich dann aber trotzdem nicht in einer ungedämmten Altbaubude mit Einfachverglasung und Ölofen in der Ecke "wohnen"

Übertreiben sollte man es mMn jedoch auch nichtVielen Dank
Jörg
Teenager in depressive Stimmung zu versetzen, ist wie Fische aus einem Faß zu angeln - (c) Bart Simpson
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27.08.2010, 15:33 #86
Jörg
Natürlich hat man von einem gedämmten Haus mehr als nur die Energieeinsparung
Ich wollte auch nur mal aufzeigen was Ottonormalverbraucher gerne mal vergisst. Mein Vater z.B. würde die dickste Dämmung, die besten Fenster und das am besten gedämmte Dach nehmen egal was es kostet und was es schlussendlich für einen Nutzen bringt. Und aus diesem Grunde habe ich für ihn mal die Rechnung aufgestellt ... aber mein Vater hätte bei < 10'000 km / Jahr auch einen Diesel gekauft, wenn ich ihm nicht vorgerechnet hätte dass es sich finanziell nicht lohnt 
Das gleiche Rechnung hätte man auch mit Solarkollektoren für Warmwasser und Solarzellen zur Stromerzeugung machen könne die keinen Einfluss auf die Behaglichkeit haben. Da gibt es von Banken Investitionsmodelle für Häuslebauer in Photovoltaikanlagen die am Ende auch nur 3-4% Rendite bringen weil man den Gewinn aus dem Stromverkauf die nächsten 20 Jahre festverzinslicht wieder anlegt
Gruss Wolfgang
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27.08.2010, 15:51 #87
Eine Photovoltaikanlage und Solarkollektoren o.ä. kann man ja auch unter dem Aspekt der Selbstversorgung sehen, die muss ja nicht zwangsläufig Ertrag bringen finde ich.
Ist so ein bisschen wie das Gemüse aus dem eigenen Garten.
Ich finde eine gewisse Unabhängigkeit von Energieversorgern die ihr Preise gefühlt je nach Laune machen nicht so schlecht.Ciao
Andere lassen auch nur mit Wasser kochen.
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27.08.2010, 15:57 #88
Keine Frage - hatte das auch vor und noch die Aussage eines Bekannten in den Ohren, dass sich die PV Anlage quasi von selbst abträgt und man nach 10-15 Jahren Gewinne einfährt.
Als ich das Angebot für eins der Flachdächer hatte und das mit der Bank kalkuliert habe, stand fest, dass ich pro Monat um die 200-300 hätte drauf zahlen sollen
Nö, dann bleib ich erst mal in dem Punkt weiter abhängig ...
Vielen Dank
Jörg
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27.08.2010, 16:36 #89
Ich sehe jetzt auch nicht den Sinn dahinter wieso man 200-300 EUR pro Monat drauf zahlen sollte nur weil man das Gefühl abhängig zu sein kompensieren möchte. Im Prinzip geht man doch blos eine andere Abhängkeit ein. Denn was passiert, wenn die Stromanbieter nicht mehr gezwungen werden Deinen solar erzeugten Strom abzukaufen? Dann produziest Du tagsüber wenn die Sonne scheint Strom welchen Du Nachts oder im Winter wenn es dunkel ist benötigst.
Die Rechnung von wegen Unabhängigkeit funktioniert nur so lange wie Du auch Kohle für den von Dir erzeugten Strom bekommst und drauf zahlen tust Du dann im Endeffekt immer noch
Gruss Wolfgang
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27.08.2010, 16:57 #90
Boah, was für ein Durcheinander ... vom Fertighaus zum Finanzierungsmodell für PV-Anlagen. Geil.
Ich behaupte jetzt einfach mal, dass eine sinnvoll dimensionierte Wärmedämmung und eine neue Heizung sich in den meisten Fällen rechnen.
Nicht sofort, aber wenn man ehrlich rechnet in absehbarer Zeit schon. Die meisten Leute vergessen, dass alles am Haus sich abnutzt und irgendwann fertig ist. Soll heißen, die Kosten für's neue Dach oder die neue Heizung kommen sowieso früher oder später. Wenn ich für mich die Amortisation einer Maßnahme beurteilen will, dann muß ich auch wissen, was das alte Teil noch wert ist und wie teuer ein Austausch unter Beibehaltung des energetischen Status Quo ist (wenn er denn möglich wäre).
Einfache Rechnung:
Kosten der Maßnahme + Restwert - Wiederherstellung des alten Zustandes bzw. die Kosten die sowieso anfallen.
Was da raus kommt muss sich über die angepeilte Energieersparnis und die zu erwartende Kostensteigerung amortisieren. Alles andere ist Finanzierungsberechnung. Aber das können andere hier bestimmt besser rüber bringen ...Grüße, Sebastian
The road to hell is paved with good intentions.
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27.08.2010, 22:25 #91
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30.08.2010, 09:37 #92Sea-Dweller
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Der Thread muß auf jeden Fall offen bleiben - ich warte ja noch auf Tipps zur sensationellen Stromeinsparung.
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30.08.2010, 14:09 #93ehemaliges mitgliedGast
asche auf mein haupt.....
zur richtigstellung: 168,- euro stromkosten per monat
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30.08.2010, 14:36 #94
War eigentlich klar das es nicht sowenig sein kann.
Aber Respekt zur Klarstellung !!
PS: Dann bin ich mit 100 Euro Strom und 90 Euro Pellets pro Monat in einem 35 Jahre alten Haus gut bedient
Geändert von mike1 (30.08.2010 um 14:40 Uhr)
Gruß
Michael
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30.08.2010, 15:25 #95ehemaliges mitgliedGast
aber: nachwievor alles inklusive, also heizung, strom, warmwasser
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30.08.2010, 15:36 #96
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30.08.2010, 15:55 #97ehemaliges mitgliedGast
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30.08.2010, 17:17 #98
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30.08.2010, 17:40 #99
Wie hoch ist denn darin der Heizungsanteil?
Solltest Du im sonstigen Verbrauch keinen wahnsinnig großen Stromerbraucher haben, frage ich mich schon nach dem Einsparnutzen durch ein 2-Liter-Haus.
Nur als Beispiel habe ich Kosten für Heizung, Warmwasser (beides über Gas) und Strom von ~190€ monatlich, bei meinem Haus von 1925, ohne Außen- und Dachdämmung.
Ich hätte da mit einem größeren Kostenvorteil durch ein modernes Haus gerechnet.Cheers, Jan
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"Deine Mutter, arbeitet auf'm Kutter! - Als Geruch!"
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30.08.2010, 17:53 #100ehemaliges mitgliedGast
nun ja, wir haben zwei kinder, ein wasserbett, waschmaschine, eissschrank, kühlschrank, backofen




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