Sagen wir mal: Im Triathlon GINGE mehr...
Nur wenige Hersteller gehen hier Wege, die die Pfade der UCI all zu weit hinter sich lassen.
Der Klassiker ist da die Cheetah von CAT:
Uploaded with ImageShack.us
Specialized bietet auch ein nicht-UCI-konformes Rad an, das Shiv, welches die vom Weltradsportverband vorgeschriebenen Rohrprofile ignoriert. Die radikale Aerodynamik eines Cervelo P5 ist sogar unter Einhaltung der UCI Normen möglich.
Mein Wissen über die Materie habe ich aus mitlerweile etwas über 20 Jahren Leistungssport. Wenn man sich in dieser Zeit einen gewissen Ruf erwirbt, bekommt man durchaus mal Gelegenheit, bei dem einen oder anderen Hersteller hinter die Fassaden schauen zu dürfen, bevor man sich ein neues Wettkampfgerät ordert. Als Triathlet wird man schnell mal zum Technikfreak, wenn es darum geht, Geschwindigkeit für Geld kaufen zu können
Michi (also Vanessa)
In der Konstruktion von Carbonrahmen für hochwertige Renn- und Zeitfahrräder hat sich inzwischen einiges getan, tatsächlich. Wer sich mal die White Papers für das Felt DA, das Cervelo P5 oder das kommende Speedmax von Canyon anschaut, der sieht ziemlich schnell, dass die Zeiten in denen einfache Gewebematten mit Kunstharz verpappt und in Rohrformen gebacken wurden längst vorbei sind.
Die von dir erwähnten "Verklebungen", welche Du an Carbonrahmen gesehen haben möchtest, kommen in der industriellen Fertigung nicht vor. In der Anfangszeit, als Carbon wirklich noch nicht sinnvoll eingesetzt wurde, wurden die Rohre aus Verbundmaterial in Alu oder Stahl gemufft. Daneben existiert eben nur das Monocoque, bei dem nichts geklebt wird. Geklebte, bzw. umwickelte Verbünde aus Carbonrohren, die dann an den Wicklungen tatsächlich aussehen wie Schweißraupen, sind eher was für den Hinterhofbastler, der auch mal probieren will. Funktionieren tut dieses Verfahren selbstverständlich nicht.
Ein modernes Monocoque besteht inzwischen aus unidirektionalen Gelegen, welche belastungsorientiert angeordnet und in eine hochsteife Matrix eingelegt werden, welche wiederum durch keramische Nanopartikel verstärkt ist um mit Druckbelastungen richtig umgehen zu können. So lässt sich, allein durch die Anordnung der Fasern, eine Konstruktion auf die Beine Stellen, die lateral steif genug ist um das seitliche Ausweichen des hinteren Rahmendreiecks sogar bei wirklich mächtigen Antritten zu verhindern, während sie vertikal so flexibel ist, um auch auf langen Strecken raue Straßenoberflächen erträglich zu dämpfen.
Gewebematten stellen dann nur noch eine kosmetische Schicht dar, wenn Kunden das aus optischen Gründen so wünschen.
Tatsächlich bin ich schwer davon zu überzeugen, dass man aus den von dir erwähnten Dachziegeln einen Rennradrahmen herstellen kann, der bei lediglich 750 Gramm Gewicht die Tretlager- und Lenkkopfsteifigkeit eines 1200 Gramm schweren Alurahmens um 20 % überschreitet und dabei eine so gute vertikale Dämpfung bietet, wie ein 1300 Gramm schwerer Stahlrahmen, der dafür dann aber auch in Punkto Verwindungssteifigkeit weich wie Butter ist.
Ergebnis 801 bis 820 von 10002
Thema: !! DER Rennradfaden...!!
Baum-Darstellung
-
20.11.2012, 15:20 #11Date
- Registriert seit
- 02.10.2012
- Ort
- Bremerhaven
- Beiträge
- 41
-- Micha
°~° ET IN ARCADIA EGO °~°






Michi (also Vanessa)

Lesezeichen