Gerüchterweise verlieren alle Konzessionäre ihre AP Konzession zum 31.12.21 mit der Konsequenz, daß ab 01.01.22 AP's nur noch in den Boutiquen erhältlich sind.
Weiß jemand näheres?
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Gerüchterweise verlieren alle Konzessionäre ihre AP Konzession zum 31.12.21 mit der Konsequenz, daß ab 01.01.22 AP's nur noch in den Boutiquen erhältlich sind.
Weiß jemand näheres?
Das Gerücht stimmt zum Teil. Ich habe gehört das 2 Konzessionäre noch weiter machen dürfen.
Und die wären? :D
Kann ich mir nicht vorstellen dass sie jemandem die Konzession lassen . Wenn sie schon Bucherer abschiessen - wem bitte sollen sie dann die Konzession lassen ??
Ach ja , es ist kein Gerücht sondern seit längerer Zeit Fakt …
Ich meine, dass Oeding Erdel die Konzession behält
Bedeutet, daß wahrscheinlich Interessenten ohne Historie kaum noch zum Zuge kommen werden...
Mögen diese ganzen Boutique Modelle ordentlich vor die Wand gehen :dr:.
Was strebt den AP mit der Aktion an, Gewinnmaximierung?
Oder die Marke weiter nach oben positionieren.
Hier wird für mich wiedermal klar, weshalb AP für mich nicht mehr begehrlich ist und meine letzte ROO mich wahrscheinlich auch noch verlassen wird.
In Kombination mit den exorbitanten Preiserhöhungen für mich nicht mehr interessant, so sehr hauen mich die Uhren am Ende dann nicht vom Hocker!
Den kann ich nur zustimmen. Die Arroganz von Marken wie AP, ALS und anderen erreicht immer neue Höhen, aus denen ein Absturz immer schmerzhafter wird. Dazu kommt, das immer weiter aus der Balance kommende Preis-/Leistungsverhältnis.
Völlig übersehen wird dabei, dass erst Jahrzehnte Konzi-Arbeit auch dazu beitrug, aus vielen Marken das zu machen, was sie heute sind. Die derzeitige Nachfrage ist schlicht ein temporäres Phenomenon und sobald die Finanzmärkte und Stimmungen sich wieder ändern, werden hoffentlich viele Konzis gerade Marken wie AP die kalte Schulter zeigen.
Arroganz? Weiss nicht. Wenn ich hier die Berichte derer lese, die ihre AP-Sondermodelle in der Boutique in Empfang nehmen durften, schwingt da doch immer eine ziemliche Begeisterung über Service und Betreuung mit. Gut, diejenigen sind dann halt auch die, die die aufgerufenen Kurse zahlen, ohne mit der Wimper zu zucken. Ich glaube schon, daß der Boutiquenweg der richtige ist - aber eben nur für wenige Marken. Rolex, Patek, RM? Bestimmt. AP? Warum nicht? Cartier könnte auch gehen, weil die ihre Uhren einfach zum Schmuck packen, der ja bereits boutiqueexclusiv vertrieben wird. Bulgari würde das auch hinkriegen, aus denselben Gründen. Auch G-Shock würde vermutlich boutiqueexclusiv funktionieren. Schwieriger wirds für Marken wie Breitling, die sich jetzt schon eigentlich nur über den Preis verkaufen lassen.
Und: ja, die Konzessionäre haben sicherlich dazu beigetragen, Marken wachsen zu lassen. Haben aber eben auch den Graumarkt erst ermöglicht. Ist halt alles Fluch und Segen zugleich.
Tobias, glaubst Du, dass durch diese Maßnahme auch nur eine Uhr weniger auf dem Graumarkt auftaucht. Wer eine Uhr mit der Absicht der Gewinnmaximierung kauft dem ist es doch egal, ob sie vom Konzessionär oder aus der Boutique kommt. Ich glaube nach wie vor ganz fest daran, dass der überwiegende Teil der Uhren auf dem Graumarkt aus den Händen der Endkunden stammt. Die wenigsten Konzessionäre werden das Risiko aufzufallen eingehen.
Es geht nicht darum, ob da viele oder wenige Uhren am Start sind, sondern darum, wer davon profitiert. Den Firmen entgeht doch nicht, daß Konzessionäre aktuell auf ne Daytona 16k cash aufschlagen, damit der Zahler sie dann ganz normal zum LP kaufen kann.
Zumindest ist dann klar, wenn ein Grauer eine Uhr als „ungetragen“ verkauft, dass die Uhr nicht direkt vom Händler kommt!
die Attraktivität der Marke hat die letzten Jahre stark nachgelassen, also für mich persönlich.
Mir ist das alles zu viel chi chi und woke und heiti tai. Das AP nun konsequent nur noch eigene Verkaufsstellen betreibt ist gut für die Aktionäre, für die Kunden dürfte es jedoch keinerlei Vorteile bieten...
In Zürich schliesst die Boutique, die von Bucherer und AP gemeinsam betrieben wurde. AP macht etwas eigenes, vielleicht kommt ja ein AP House… mal sehen…
Ja stimmt. Ist mir aus Erster Hand zugetragen worden. Neue AP-Boutique in Muc in der Nähe vom Spatenhaus ab nächstes Jahr.
Wenn ich mir Bucherer in Zürich ansehe, dann ist das doch eher Atmosphäre einer Uhrenabteilung eines Kaufhauses. Busse davor voller Chinesen und dann wird Umsatz gemacht. Nicht verwerflich, aber dass das der einen oder anderen Marke sauer aufstößt ist auch der Fall. Jeder beklagt sich, dass man keine Uhren bekommt, die zu einem nicht unerheblichen Teil auch an Touristen gehen, da die eben für VIEL Geld einkaufen, was auch nicht verwerflich ist. Aber wenn man als Hersteller dann etwas selber in die Hand nehmen will, dann ist das Arroganz.
Bei Louis Vuitton, Hermes und Co beschwert sich aber keiner, da gibts genau das Konzept und funktioniert gut. :ka:
Sowas von Zustimmung!!:dr:
Wenn ich überlege wie ich an meine erste AP (2017 war das, also noch nicht Lichtjahre her;)) kam: in Dortmund im Schaufenster gesehen und gekauft. Ich wüsste jetzt nicht mal, wo es hier in der Nähe eine solche Boutique (in der ich dann ein unbekannter Kunde wäre) gibt:ka:
Und ich will es auch gar nicht wissen, sowas kommt für mich nicht in Frage:op:
Vielleicht weil es schon immer so war ? ( ich weiß nicht, ob das der Fall ist bei diesen Marken - interessiere ich mich nicht für)
Aber "Change Management" und die damit verbunden Stufen bzw. Prozesse sind 1zu1 auch auf solche Szenarien zu übertragen.
"Neues" wird oftmals als etwas schlechtes betrachtet. So tickt der Mensch einfach. (edit: sehr viele Menschen, nicht alle)
Es wird auf jeden Fall etwas schwerer, mal eine AP anzuprobieren, wenn man dafür nach MUC/Frankfurt/Hamburg(?),Berlin(?) muss.
Sehe ich auch so, und warum sollte mir das Konzept des Vertriebs den Spaß an einer Uhr vermiesen*.
Ich mag AP sehr und wie, wo und für wieviel sie ihre Uhren verkaufen, ist deren Entscheidung und schmälert in keinem Fall mein Interesse und meine Freude an den Uhren.
Wenn ich sie mir irgendwann nicht mehr leisten kann oder leisten will, dann ist das halt so, aber deshalb erlischt ja nicht automatisch mein Gefallen an einer Uhr, die ich vorher noch toll fand.
Und für mich kann ich sagen, dass ich den Kontakt und den Einkauf im AP-House schon sehr schätze und auch sehr genieße.
Eine so vorzügliche Behandlung als Kunde habe ich bei einem Uhrenkauf, der Beratung und der Betreuung schon lange nicht mehr erlebt und da kommt bei mir wirklich sehr nachhaltige Freude auf.
Grüße Steffen
*Dann dürfte man die Produkte von R.... schon lange nicht mehr kaufen.
Wie die ihre Konzessionäre an die Wand drücken, ist wirklich nicht mehr feierlich.
Das Vorhalten eines großen Wahrenbestands (nur zur Besichtigung, den man nicht verkaufen darf) auf eigene Kosten – prominente Ausstellung in den Schaufenstern und im Geschäft nach deren strengen Regeln und Vorgaben – die höchsten Einkaufspreise – man bekommt als Konzessionär nicht, was man bestellt, sondern was man zugeteilt bekommt – na ja, und die Preise (die sich auch jedes Jahr erhöhen) sind für ein solches Massenprodukt auch nicht gerade zimperlich. Das entbehrt aus meiner Sicht auch nicht gerade einer gewissen Arroganz.
Aber das ist nur meine persönliche Meinung und das mag auch jeder auch gerne anders sehen.
Sorry, Luzern, Du hast völlig recht. Mein Erlebnis war in Luzern mit Busparkplatz vor der Tür. Dass wegen Corona das jetzt anders ist, tut auch nichts zur Sache. Solche Entscheidungen werden sicher langfristig getroffen.
Und nein, es geht um Bucherer als ein Vertreter für Konzessionäre, keine Boutique. Nicht jeder bisherige AP Händler betreibt in Zusammenarbeit eine Boutique. Und genau diesen hervorragenden Service, den Steffen beschreibt, möchte AP sicherstellen. Und das geht aus Sicht von AP eben nur mit eigenen Geschäften. Ob das richtig ist oder falsch, das Urteil wage ich mir nicht zu bilden. Und das ist auch schon Zusammenarbeitsmodelle einer Boutique mit Händler dahinter gegeben hat, ist auch richtig, die sind dann die Leidtragenden, auch richtig. Aber ich kann den Gedanken nachvollziehen, der AP umtreibt.
Ein Handelspartner der ein Multibrand Geschäft betreibt, bei dem es Marken von "A-Z" gibt (auch wenn es als Luxussegment deklariert ist) , kann perspektivisch gar nicht die ideale Vorstellung einer einzigen Marke gerecht werden. Wenn ich die gesamte Wertschöpfungskette inklusive Servicekultur, Preispolitik etc. auf eine stimmige Linie/ Strategie bringen möchte, dann ist das jetzt der beste Zeitpunkt.
Als Kunde kann man das gut finden oder nicht. Ich denke, dass das von den entsprechenden Marken (hier AP) im Forcast einkalkuliert wurde, so z.B. was das Worst Case Szenario sein kann etc.
Ich kann mir ebenso vorstellen, dass das einige Marken gerne genauso machen würden aber u.a. Vertragsstrafen (gegenüber Handelspartner) oder nicht genügend Cash Flow ein Hinderungsgrund darstellen.
Durch eigene AP-Boutiquen wird/soll der Kunde eine andere Wertigkeit erfahren. Kann mich gut an das teilweise nervige Gedränge bei den großen Ketten erinnern. Sollte das nicht so sein, gibts immer noch den Zweitmarkt - u.a. auch bei Bucherer. Der Markt wird es richten.
Viele Grüße
Jürgen
Kann ja auch sein das AP die "Interessenten" etwas ausdünnen will, solange der "Hype" anhält geht das Geschäftsmodell auch weiter auf.
Ich fand den Service in der Boutique in Frankfurt bisher eher mittelmäßig, das Ganze gepaart mit der nicht Verfügbarkeit der für mich interessanten Modelle (zugegeben, sind es nur wenige) und den Preiserhöhungen ist das eine ungünstige Situation.
Wie gesagt, AP wird es herzlich egal sein ob ich eine Uhr bei Ihnen kaufe, solange der "run" anhält.
Ich befürchte, dass das die Übermacht der Royal Oak innerhalb des AP-Portfolios nur weiter zementiert.
Multibrand-Dealer haben einen entscheidenden Vorteil, den ich an mir selbst immer wieder beobachten kann: Gehe ich zu meinem Stammkonzi hier in Freiburg, komme ich häufig mit Sachen raus, die ich vor betreten des Geschäfts nicht auf dem Schirm hatte. Das liegt sicher an meinem wirklich fantastisch kompetenten Stammverkäufer. Hätte ich den aber nicht oder er nur eine einzige Marke im Angebot, würde ich keine Glashütte besitzen, würde ich keine Omega (ausser meiner Speedy) besitzen usw.
Mal Hand aufs Herz: Wer geht für ne Code 59, Jules Audemars oder Millenary in eine AP-Boutique? Das ist genau die Sorte Uhr, die aufgrund ihrer quasi inexistenten Fanbase nur wegen persönlichem Gefallen gekauft wird.
Wenn der Run auf die Royal Oak, die in den letzten Jahren schlicht ein Selbstläufer war, aufhört, wirds mit dem Vertriebsmodell schnell eng. Es ist noch nicht so lange her, dass auch Royal Oaks unter Liste gehandelt wurden. Noch 2014 habe ich mir ne Royal Oak noch mit 20% Nachlass beim Grauen neu gekauft. Dass diese Zeiten mal wieder kommen, würde ich nicht ausschließen.
Hinsichtliche Hermes und LV: Auch wenn es da einzelne Produkte gibt, die hypiger sind als andere, haben weder Hermes noch LV eine so krasse Abhängigkeit von einer einzelnen Produktlinie wie AP von der Royal Oak.
Sehe ich auch so. Hinzu kommt ja, wie ich oben schon schrieb, es gibt hier (und ich wohne wahrlich nicht in der Pampas), weit und breit kein AP-House oder eine AP-Boutique. Und damit verliert die Marke meine Aufmerksamkeit. Wie soll das also funktionieren für Jemanden, der nicht "um die Ecke" wohnt? AP kann sich seine Kunden natürlich aussuchen wie sie möchten, das gilt aber eben auch umgekehrt;)
Seit es Rolex, AP oder Patek nur noch in "homöopathischen Dosen" gibt, hat sich mein Uhrengeschmack zu den Marken hin entwickelt, die mein Lieblingskonzi im Programm hat. Ich mache es mittlerweile eher an der Person denn an der Uhrenmarke fest.
Außerdem erhalte ich topp Preise und so kann ich mir die ein oder andere Uhr extra leisten.:gut:
An der Person ?
Du kaufst dir ernsthaft eine Uhr weil dein Verkäufer so sympathisch ist ? :grb:
Ich persönlich kaufe Markenunabhängig die Uhren die mich begeistern. Da kann der Konzi noch so nett sein. Da ändert an meinem Geschmack gar nix. :ka:
Andersrum wird ein Schuh draus: Fühle ich mich nicht gut aufgehoben, kaufe ich auch keine Daytona zum Listenpreis…
Bei dem Schmerzensgeld wäre mir das egal, da könnte mir auch Frankenstein die Uhr verkaufen. :D
Aber ist das nicht eine Boutique, die nicht AP selber führt sondern ein großer Konzessionär? Ich meine bei Luxify mal gelesen zu haben es wäre mit Rüschenbeck zusammen in Frankfurt. Vielleicht hat das Modell auch nicht so gut funktioniert, wie man sich das von Seiten von AP vorgestellt hat? Ich kann nur sagen, dass die Behandlung und der Service in dem Münchner AP House einfach hervorragend ist.
Ich denke, dass man die Verbreitung der AP Boutiquen und der AP Häuser sicherlich nach und nach erhöhen wird. Es ist aber nur eine Vermutung, wäre aber durchaus sinnvoll. Zumindest, dass man in jeder großen Stadt eine Möglichkeit hat. Auf der anderen Seite fahren wir ja auch für eine Uhr, die wir wirklich suchen, ziemlich weit. Wenn ich zumindest ein grobmaschiges Boutiquen- und House-Netz gäbe, dann wäre das ja auch okay. Aber irgendwann muss man ja anfangen.
Ich verstehe auch, ein Multibrand-Geschäft hat auch Vorzüge. Und es gibt auch wirklich engagierte Verkäufer dort, ich kenne selber ein paar, die das aus Leidenschaft machen. Und um eine Lanze für die Verkäufer dort zu brechen, es ist aus meiner Sicht nur mit äußerstem Engagement möglich, zu allen Marken, die dort vorhanden sind, tiefes Wissen zu haben. Wir als Nerds gehen dahin, haben uns intensiv mit einem Modell beschäftigt, und stellen fest, dass uns der Verkäufer mit seinem Wissen über genau diese eine Uhr nicht das Wasser reichen kann. Das ist natürlich auch schwierig, weil er ja 100te Uhren kennen muss. dieses Problem entfällt bei einer Monobrand. Weniger Uhren heißt, der Verkäufer kann tiefer in die Materie eintauchen.
Uhren mal im Vergleich anlegen zu können, hat auch was. Mal nach links, und rechts über den Tellerrand zu schauen, auch natürlich. Aber davon hat AP derzeit nichts, wenn die Leute statt einer AP dann was anderes kaufen. Denn die Verfügbarkeit ist schwierig und einem Kunden, der eine Rolex nicht bekommt, eine AP anzubieten, fast nicht möglich.
Mich wundert dass Rolex das nicht auch forciert. AP ist Vorreiter, aber Rolex könnte das auch super machen und damit noch mehr den Markt kontrollieren. Zumindest einige Konzessionen scheint man ja einzuziehen, vielleicht ist das ja ein Hinweis auf zumindest eine Verdichtung im Händlernetz und vielleicht auch auf mehr.
Rolex hat letztes Jahr alle Konzessionäre angeschrieben und Ihnen mitgeteilt, dass man auch in Zukunft auf sie setzt.
Boutiquen gibt es nur in Verbindung mit Juwelieren.
Wie etwa mit Wempe.
Gruß
Andreas