So eine kleine Verkostungsnotiz zum Etikettengeflexe fände ich auch schön.
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So eine kleine Verkostungsnotiz zum Etikettengeflexe fände ich auch schön.
Also, der Serveaux war irgendwie strange: 12 Jahre auf der Hefe, extreme Zitrusnoten, knochentrocken (3gRZ), nix für mich. Der Latour, ein Wahnsinn: am Morgen dekantiert, am Abend dann wunderbar rund, Tannine perfekt eingebunden, Zigarre, Schoko, Eukalyptus, Rosen, einfach unwirklich! Knoll Beerenauslese 1995: so ziemlich der beste Süsswein, den ich je getrunken habe, Jahrhundertjahrgang, reife, süße Orange, ölig, ein Ausbund an weihnachtlichen Gewürzen, ewiger Abgang. Dann hatten wir noch Malescot St. Exupéry 2005 (nicht am Foto), Margaux at it’s best: Veilchen, zart, fast weiblich, Faserschmeichler, perfekte Balance, geschliffen
Gibt‘s leider weder jetzt noch demnächst in meinem Shop… :D
:bgdev:
Der so gehypte Wongamat ist gar nichts für mich, große Enttäuschung, an dem fand ich außer der schönen Farbe nichts gut. Barbaresco von La Spinetta fand ich dagegen wie immer zuverlässig gut.
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Heute zur Pizza ein recht brauchbarer Cab.
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Hier mal noch Vorweihnachtswein…
La Mission Haut Brion einfach nur schwierig… 15%, Fett, fruchtig und auch mit viel Luft nach dem ersten Glas nur ermüdend. Keine Ahnung wieso man das (a) macht und (b) gerne trinkt… wurde nicht leer. Das schlimme ist, dass unter dem ganzen Fett ein super schöner BDX war.., Graphite, Zigarrenkiste
Rousseau ein Traum. Laaaaaang, Elegante rote BeerenFrucht (nicht pappig), gut eingebundenes Tannin, beginnende leichte Reife. Mehr braucht’s net
Anhang 359473
Sehr schöne Beschreibung Alexander :D
Ja ich hatte den Euphancholie Nr.2. Mir viel zu leicht, viel zu viel Säure, auch geschmacklich fand ich den wirklich dünn.
Ich tue mir mit Rotwein auch wirklich sehr schwer, etwas zu finden, was mir wirklich begeistert. Bei Weißwein ist das viel einfacher.
Naja, bei den Weinen von Wongamat muss man schon vorsichtig sein. Die Pinots sind sicherlich besser als die Cuvées.
Ich habe Wongamat Spätburgunder in letzter Zeit 3x in Blindproben gestellt. Da kommen die Etikettentrinker nicht zum Zug und der Faktor "rar / schwer zu bekommen " spielt keine Rolle. Jedes Mal war das Resultat ähnlich: 60€ ist der Wein nicht wert. Nur karg, straight und säurebetont ist einfach nicht seriös, sondern einfach nur spaßig. Zuletzt hat der Rings Kalkofen im direkten Vergleich beide Wongamat Pinots bei allen 7 Verkostern um Längen geschlagen (89/90 vs. 94/95 Punkte) und da waren ganz gute Verkoster dabei.
Etwas anders ist es um die Aufricht Pinots bestellt. Das ist gehyped und extrem rar, aber auch seriös und mitunter groß.
@Andreas: In Deutschland sollte Franz Keller deinen Geschmack treffen, ggf. auch Gutzler. Im Burgund würde ich an deiner Stelle mal Henry Richard Gevrey Chambertin Aux Corvees probieren. Bei Weinbeschreibungen würde ich darauf achten, dass wenig mit Rappen gearbeitet wurde. In Sachen Jahrgang würde ich auf 2022 Gehen, wobei gerade bei Franz Keller 2023 fast noch besser ist.
Danke Dir für Deine Expertise Fabian, das deckt sich mit meiner Erfahrung. Das ist gehypter Wein mit sehr wenig Substanz und Preis- Leistung mit das Schlechteste, was ich je hatte. Ausser Miraval Champagner :bgdev:
Danke auch für Deine Tips. Vllt bin ich bei Rot auch kein Burgunder- Trinker . Da hilft nur weiter probieren.
Wongamat hatte ich noch auf meiner To Do List stehen, aber kann ich mir ja dann vermutlich sparen 😉
Bezüglich dem Rings Leistadter Kalkofen kann ich dir aber definitiv nur zustimmen.
War vor 2 Wochen bei meinem Weinhändler des vertrauen in Luxemburg und konnte im ersten Moment garnicht glauben, dass der Wein nicht aus dem Burgund kommt. Er hatte vom 19er Jahrgang noch ein paar Flaschen da, habe 2 mitgenommen, für die ca. 35€ die er gekostet hat ein No-Brainer.
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Eine Enttäuschung hatte ich allerdings an heilig Abend.
Bin mit dem Keller leider garnicht klar gekommen. Hatte mir deutlich zu viele grüne Phenole, hier wurde wohl mit einem hohen Rappenanteil gearbeitet. Wein war aber natürlich auch noch deutlich zu jung.
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Alexander: Lag vermutlich am Jahrgang, oder? Der CdlRoche ist ein sagenhafter Wein von Rousseau!!
Hatte ja den Wongamat ziemlich zerrissen, das möchte ich etwas revidieren, nachdem ich ihn heute nochmal zum Rehrücken probiert habe. Vielleicht durch die Luft, vielleicht hatte ich auch einen komischen Geschmackstag, jedenfalls war er heute deutlich zugänglicher und tatsächlich zum Reh nicht so schlecht. Die fast beißende Säure war weg, der Wein wirkt wesentlich harmonischer, runder und auch geschmacklich entwickelt. Ich finde ihn immer noch zu teuer und würde ihn nicht mehr kaufen, aber der Fairness halber muss ich sagen, dass er besser ist, als ich ihn zunächst gemacht habe.
Simon, kannst du etwas zum Luce sagen? Und wie hat sich Tignanello 1999 geschlagen? Wir hatten letzte Woche 2003, der hätte etwas länger als die 1h dekantieren noch offen sein dürfen, war aber trotzdem ziemlich rund und aus meiner Sicht noch perfekt im Trinkfenster.
LG Ferdinand
Der 2000er Luce war tatsächlich noch fit. Beeren, Lakritz, Teer, Tabak, Rosmarin. Auch noch einiges an Tannin vorhanden. Würde den jetzt absolut empfehlen. Ich hab noch paar 1999er von dem. Machen wir 2026 eine auf.
Tignanello aus der kleinen Flasche. Die hatte trotz bester Lagerung schon etwas Schwund. Kirsche,Gewürze, Tabak, Leder. Tannine sind ziemlich abgeschmolzen. Finde ich jetzt ebenfalls optimal zum genießen. Habe auch vom Tig noch einige Jahrgänge in kleinen und großen Flaschen.
Hatte die Tage einen 19er Luce und der war ziemlich Rund für das Jahr.
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Geduld zahlt sich auch manchmal aus. …….