Mega Ihr Beiden, wassen goiles Bild:rofl:
Ich kann die Blicke der Passanten durchaus verstehen :D
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Mega Ihr Beiden, wassen goiles Bild:rofl:
Ich kann die Blicke der Passanten durchaus verstehen :D
einfach brillant, weiter so!
Guten Morgen zusammen aus Umbrien ☀️
Liebe Grüße von einem wirklich sonnigen, wunderschönen Tag, der gerade anbricht.
Gestern stand – zumindest offiziell – die Etappe von Ceselli nach Piediluco auf dem Plan.
Oder, wenn man es genau nimmt, eher von „wir starten irgendwo oberhalb“ bis „wir kommen irgendwo am See raus“.
Eine entspannte 9-Kilometer-Etappe…
plus ein paar Bonuskilometer, weil wir es ja inzwischen gewohnt sind.
Aber:
Das war keine Etappe, um an Grenzen zu gehen.
Das war eine Etappe, um loszulassen.
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Ähnlich wie am Tag zuvor zog sich der Weg durch dieses unglaublich grüne Tal,
immer leicht geschwungen, nie wirklich fordernd – aber genau deshalb besonders.
Die Hunde hatten Platz.
Viel Platz.
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Zeit zu „lesen“ – also zu schnüffeln, zu entdecken, ihr eigenes Tempo zu finden.
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Und wir hatten Zeit…
zu reden.
Oder eben auch nicht.
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Und genau das ist vielleicht eines der spannendsten Dinge beim gemeinsamen Pilgern:
Fühlt sich Stille gut an?
Oder entsteht Unruhe?
Ich habe für mich gemerkt – und das ist definitiv etwas, was ich aus Bali mitgenommen habe –
dass echte Ruhe genau dann entsteht, wenn man Stille nicht mehr füllen muss.
Wenn sie einfach sein darf.
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Der See selbst – Piediluco – hat mich dann wirklich überrascht.
Mir war gar nicht bewusst, wie malerisch das hier ist.
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Zypressen, Licht, diese Spiegelungen im Wasser…
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irgendwo zwischen Toskana und Comer See – nur ohne den ganzen Trubel.
Und dann das Essen:
Ich: ein Teller dicke Pasta mit einfachem Tomatensugo –
so gut, dass man sich kurz fragt, warum man jemals etwas anderes bestellt hat.
Sie verschiedene Bruschette.
Dazu ein Liter leicht perlender Hauswein, ein Liter Wasser, zwei Espresso.
39 Euro.
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Wenn du das am Comer See bestellst, steht vorne vermutlich mindestens eine „1“ – eher eine „2“.
Geschlafen haben wir nicht direkt in Piediluco.
Einfach nichts gefunden, was wirklich gepasst hat.
Also kurzer Move nach Terni –
kleines, aber durchaus lebendiges Städtchen direkt daneben.
Unser Hotel: Hotel Valentino
Von außen… sagen wir mal: funktional.
Innen: überraschend gut.
Und das Beste:
eine Dachterrasse mit genug Platz für uns und die Hunde,
um den Abend entspannt ausklingen zu lassen.
Sonnenuntergang, Ruhe, genau der richtige Kontrast zum Tag.
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Und ja…
wie im gestrigen Post schon angedeutet:
Wir haben natürlich auch den einzigen ordentlichen Laden in Terni gefunden.
Ergebnis:
eine Nubuk-Lederjacke mit „Made with Love in Tuscany“,
ein paar Jeans…
und die leise Erkenntnis, dass „leichtes Gepäck“ ein dehnbarer Begriff ist.
Passt aber noch alles rein.
Gerade so.
Heute geht’s weiter Richtung Fonte Colombo.
Und ich sag mal so:
Gestern war fließen.
Heute wird arbeiten.
In diesem Sinne – guten Morgen aus Umbrien.
euch einen guten Start in den Tag. Die Pasta (Pici) sehen klasse aus:dr:
Puh,
Heute ist das wilder, bei 24 grad und ohne Wolken sind wir gerade hoch in dieses Dorf…
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Der Weg fragte nicht, ob wir wollten.
Er wollte nur wissen, ob wir es können.
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Mitten im Nirgendwo stand eine Badewanne.
Und plötzlich war alles wieder leicht.
Walter hat das sehr gut getan
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Klasse, einfach schön zu lesen, wie ihr das angeht. Tolle Bilder, Danke dafür!
Ich bin Fan von Walter:flauschi:
Hier auch! Ich finde sein Herrchen jedoch ebenfalls sehr sympathisch.
Klasse, so coole Hunde! Und Herrchen natürlich auch :gut:
Sehr schöne Erfahrung mit den Hunden, was für eine grandiose Leistung von den Vierbeinern und auch Zweibeinern! Meinen Respekt habt ihr!
Danke euch :dr:
Kein update heute mehr, alle Vier- und Zweibeiner sind maximal kaputt. Und die Sonne, wie man sieht, ist auch ein wenig stark heute gewesen.
Dafür entschädigt die Aussicht für alle Strapazen :flauschi:
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Das liest sich alles wirklich spannend, besser als beim ZDF, erste Reihe premium! Tolle Tour, Respekt!
Ohne Filter,
Der Wahnsinn :verneig:
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"ohne Filter" wäre irgendwie auch ein nices Tattoo :verneig:
Wieder mal sehr schöne Bilder und toll beschrieben.
Und als Hundepapa einer Goldie Dame bin ich natürlich auch ganz großer Maddie und Walter Fan:flauschi:
Werden nur bei mir die letzten Bilder nicht angezeigt? Ich sehe stattdessen ein kleines Fragezeichen.
Guten Morgen, ihr Lieben,
ein kleines Update von uns aus dem schönen Umbrien
Die gestrige Etappe… hat uns alles abverlangt.
Wie schon angekündigt:
viele Kilometer, viele Höhenmeter – am Ende irgendwas um die 25.
So ein Tag, wo man nicht mehr zählt, sondern einfach nur noch Schritt für Schritt weitergeht.
Dafür aber auch inhaltlich einer der beeindruckendsten Tage bisher:
Wir waren in Greccio – dem Ort, an dem der heilige Franziskus damals die erste Weihnachtskrippe mit echten Menschen und Tieren ins Leben gerufen hat.
Im Grunde der Ursprung von dem, was heute unter so ziemlich jedem Weihnachtsbaum steht.
Schon besonders, wenn man sich das vor Augen führt.
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Danach Fonte Colombo – ein Ort der Stille.
Rückzug, Gebet, Nachdenken.
Man spürt relativ schnell, warum genau solche Orte gewählt wurden.
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Anhang 363936Anhang 363936Anhang 363936
Und irgendwann dann runter ins Rieti-Tal.
Eigentlich wäre dass das Ende der Etappe –
aber wir wollten noch einen schönen Abschluss, einen Blick von oben.
Also Taxi nach Labro.
Ein kleines mittelalterliches Bergdorf, wie aus der Zeit gefallen.
Und natürlich: unser Häuschen nicht auffindbar.
Google Maps schickt dich konsequent immer wieder auf den Dorfplatz.
Straßen existieren eher… konzeptionell.
Nach einer guten halben Stunde Suchen haben wir es dann doch gefunden.
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Die Herbergsdame hatte uns netterweise im einzigen Restaurant einen Tisch reserviert.
Fünf Tische. Mehr nicht.
Und wie es der Zufall will:
Am Nebentisch Amerikaner. Große Weine im Glas.
Ich höre das, drehe mich um, denke mir: das wird interessant.
Ein paar Minuten später sitzen wir zusammen.
Die Karte selbst eher überschaubar –
aber überall leere Flaschen von richtig großen Sachen.
Also einfach mal gefragt.
Und dann ging die Tür auf.
Ein paar Häuser weiter ein kleiner Raum – mehr Kammer als Keller –
und darin… Schätze.
1980er Sassicaia.
2001er Brunello.
Alles direkt vom Weingut gekauft und seit Jahren nicht bewegt.
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Und dann passiert genau das, was solche Abende besonders macht:
Man fängt an, gemeinsam Flaschen zu öffnen.
Für mich ganz vorne:
ein Biondi-Santi 2001 und ein Brunello ’99, von einem reinen Frauenteam gemacht –
fast schon burgundisch, unglaublich fein.
So etwas erwartest du nicht… mitten im Nirgendwo.
Und dann kommt die andere Seite dieser Reise.
Die Hunde sind durch.
Man merkt es.
Walter kämpft immer, aber der Steinboden hat seine Spuren hinterlassen.
Die Pfoten sagen mittlerweile klar: es reicht.
Und genau da kommt vielleicht die wichtigste Erkenntnis dieser Reise:
Pilgern bedeutet nicht, bis zum Umfallen durchzuziehen.
Sondern zu wissen, wann genug ist.
Wir hätten noch zwei Etappen, rund 50 Kilometer.
Aber wir haben entschieden:
Das machen wir nicht mehr.
Stattdessen holen wir heute unser Auto, fahren nach Rom, holen uns unseren Pilgerstempel –
und lassen die Reise in eine neue Phase übergehen.
Denn der Weg ist das Ziel.
Und der Weg ist längst passiert.
Das Schöne:
Die Pilgerurkunde gibt es trotzdem.
Nicht bürokratisch, nicht dogmatisch – sondern so, wie es sein sollte.
Dieser Thread ist also nicht zu Ende.
Er verändert sich nur.
Vom Wandern…
hin zu weiterziehen.
Wir haben spontan ein Hotel in der Toskana gebucht und werden uns von dort aus langsam Richtung Norden bewegen.
In diesem Sinne –
guten Morgen aus Umbrien.
Markus, ganz wunderbar!! Ehrlich!!
Klasse, erholsame Tage gewünscht!
Kurzes Update aus Rom:
Wir sind angekommen.
Diesmal… auf vier Rädern.
Walter humpelt – und da gibt es dann auch keine Diskussion mehr.
Man kann sich viel vornehmen, aber am Ende zählt, dass es allen gut geht.
Und manchmal ist Aufhören die bessere Entscheidung als Durchziehen.
Plan war eigentlich:
Pilgerbüro außerhalb vom Vatikan, schnell Stempel holen, fertig.
Realität:
Geschlossen.
Natürlich.
Italien-Style.
Keiner wusste so richtig, wann wieder auf.
Also Plan B: Vatikan.
Die Schlange?
Locker zwei Stunden.
Dann einmal freundlich nachgefragt –
und plötzlich öffnet sich diese kleine Tür, die man vorher gar nicht gesehen hat:
„Pilger? Da entlang.“
Und so standen wir auf einmal… einfach drin.
Highlight des Tages:
Die Hunde durften mit rein in den Vatikanstaat.
Was vermutlich nicht ganz alltäglich ist.
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In die Basilika selbst durften sie natürlich nicht –
also draußen gewartet, während ich reingegangen bin.
Und dann…
Stempel.
Urkunde.
Auch wenn wir die letzten Kilometer nicht mehr zu Fuß gegangen sind –
in dem Moment war alles da.
Und ja…
ein kleines Tränchen auch.
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Jetzt geht’s weiter Richtung Montepulciano.
Aus Pilgern wird…
Genusspilgern.
Und jetzt: Genussrückfahrt.
In diesem Sinne –
ein letzter Gruß aus Rom.