Ich hab noch nie ein nachgebautes Parfum erlebt, dass dem Original wirklich ebenbürtig war.
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Ich hab noch nie ein nachgebautes Parfum erlebt, dass dem Original wirklich ebenbürtig war.
Und für mich ist es trotzdem als würde man eine Fälschung tragen. Ich mag das einfach nicht.
Ich kenne ein Zara-Parfum von meiner 13-jährigen Nichte. Das kostet gut 10% des Originals und riecht wohl genauso wie das Original, nur nicht so lange. Jedenfalls ist das in diesen Kreisen sehr angesagt, und zwar auch deswegen, weil man nicht so dumm ist, € 200,- für etwas zu bezahlen, was man auch für € 24,- bekommen kann.
Ich weiß nicht, ob es „dumm“ ist. Etwas zu entwickeln und populär zu machen kostet Geld, etwas nachzubauen und auf den Zug aufspringen ist halt deutlich einfacher. Wenn alle so denken würden, dann gäbe es halt keine Originale mehr. Die Frage, die man sich stellen muss, ist, warum diese Brands nicht auch etwas eigenes machen.
Die sind halt auch erst 13.
Schon klar: Boss, Dior, Lacoste, Versace, Lagerfeld & Co. „entwickeln“ alle ihre eigenen Düfte. So wie Joop, Boss, Armani, Gucci & Co. auch ihre eigenen Uhren bauen.
Auch da würde ich differenzieren. Parfums von Chanel oder Guerlain sind echte Entwicklungen, aber diese Massenware auf die dann ein Modelabel sein Logo druckt halte ich nicht für besonders schützenswert.
Ich denke, auch das ist eher das - neudeutsch - Storytelling zu „Brand Equity“ und „Brand Extension“, oder? Parfüm bestelle ich als etablierte Modemarke in einer Parfümküche irgendwo um Grasse und mache bestenfalls Vorgaben, wie in etwa es duften sollte.
Vielleicht kann uns ein Marketingmensch (Gerzo, hast Du Lust?) das nochmal besser darstellen.
Bei den neueren und angesagten Modemarken bringe ich irgendeinen Schrott auf den Markt, und vor allem etwas mit Wiedererkennungswert (Logo, Form), schreibe einen irrwitzigen Preis dran (der vermutlich Qualität suggerieren soll) und die Schafherde zieht los und kauft es, weil man ja etwas darstellen will.
Von der Masche lebt dann sogar noch ein kompletter chinesischer Zweitmarkt, der die Talahons bedient.
…. genau wie bei so mancher Uhrenmarke. :bgdev:
Ich vermute, dass Deine Tochter mindestens so PC ist wie meine. Selbst wenn sie kein Verständnis für den Sinn und Zweck einer Marke haben sollte, vielleicht kannst Du ihr ja klarmachen, unter welchen Bedingungen solche Klamotten hergestellt werden und wie wenig nachhaltig der Kram ist.
Glaubst du das ist beim Original signifikant anders?
Man würde es hoffen, Lieferkettengesetz und so.
ich hoffe mit dir Marcus…
… glaube es aber nicht wirklich.
Dann haben Marcus und ich ja nicht umsonst gehofft…
… Danke für die freundliche Aufklärung! :gut:
Grad die Kids (und Eltern), die PC-Argumenten gegenüber aufgeschlossen sind, sollten doch die sein, die eben nicht bei Zara, H&M und wie sie alle heißen kaufen. Da würd ich denen lieber zähneknirschend nen Zuschuss zahlen als dass sie irgendwas kaufen, dass höchstwahrscheinlich in irgendeinem Sweat-Shop zusammengedengelt worden ist.
Ich habe nur Deinen Eingangspost gelesen Daniel und stimme mit Dir und Deiner Nein- Linie 100 Prozent überein. Ich handhabe das bei meinen 4 Kids genauso und habe Ihnen versucht zu vermitteln( rechtliche Argumentationen sind wenig zielführend , dass sie sich selbst keinen Gefallen tun, so etwas zu tragen und das auch etwas über denjenigen aussagt, der so etwas meint, tragen zu müssen. Ich verstehe, dass die Kids gerne auch mal teure Marken- Klamotten haben wollen, aber die müssen sie sich entweder zusammen sparen( ich zahle etwas dazu) oder zum Geburtstag etc. schenken lassen. Bei meinen ließ dann meist die Begeisterung sehr schnell nach u d es war plötzlich nicht mehr so wichtig. Zumal es ja wirklich inzwischen jede Menge sehr coole günstige Klamotten gibt. Ist auch eine Alterssache, je älter sie werden, desto „verständnisvoller“.:D