Nice.
Ich beneide Euch so.
Knie kaputt. Erster Physio Termin nächste Woche.
An Laufen oder Wandern oder sonst irgendwelche tollen Ideen ist gerade nicht zu denken.
Lauft für mich mit.
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Nice.
Ich beneide Euch so.
Knie kaputt. Erster Physio Termin nächste Woche.
An Laufen oder Wandern oder sonst irgendwelche tollen Ideen ist gerade nicht zu denken.
Lauft für mich mit.
:rofl: :rofl: :gut:
Es war jedenfalls gut, eine Pause einzulegen.
Denn Pelligrino Walterino ist kaputti :rofl:
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Ich glaube, ich würde auch lieber Genußwandern als „Entbehrungswandern“. Läuft doch schon mal gut:)
coole "Reise". :gut:
Markus, du hast ne coole Schreibe :dr: Bitte lass uns weiterhin an euren "Entbehrungen" :supercool: teilhaben. Buona Serata
Ingo :rofl:
Man muss auch genießen können. Das geht vielen ab.
Markus, geniest die Reise auf eure Weise!
Wow, das hört sich soooo gut an! Wunderschöne Bilder, und auch super schön geschrieben. Danke auch weiterhin fürs mitnehmen :gut:
Ingo, Deinen Satz werde ich mir in jedem Fall merken :D
So ein toller Bericht und die schönen Fotos, als wär man live dabei! Sehr spannend zu lesen, toll die Hunde dabei zu haben. Gute Reise weiterhin.
Ich freu mich auf deine Berichte und Bilder!
Kurzes Update – heute mal weniger über Höhenmeter, mehr über Innenleben:
Gestern Abend ist etwas passiert, was man auf so einer Reise eigentlich nicht „braucht“ –
mein Pilgerpass ist verschwunden. :(
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Irgendwo zwischen Tabacchi („Happy Bar“), Restaurant und Rückweg ins Hotel.
Sehr wahrscheinlich im Restaurant vom Tisch gerutscht, während Walter beschlossen hat, dass ein Jutebeutel der perfekte Schlafplatz ist.
Was übrigens ein wunderschönes Restaurant war..
Anhang 363739
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Für jemanden, der das Ganze zum ersten Mal macht, ist das erstmal… ein kleiner Stich.
Nicht, weil man für die Stempel läuft – das tut man nicht.
Aber dieser Pass ist schon sowas wie ein stiller Begleiter.
Ein Zeitdokument.
Und ein paar dieser Stempel – gerade der vom Einsiedler – sind eben nicht reproduzierbar.
Und jetzt wird’s interessant:
Der „alte Markus“ hätte sich vermutlich sofort geärgert.
Hätte sich selbst Vorwürfe gemacht, warum er die Verantwortung abgegeben hat.
Und im Zweifel hätte er diese Unruhe auch nach außen getragen.
Der „neue Markus“ wird um 5:30 Uhr wach.
Spürt die Enttäuschung. Klar.
Aber bleibt ruhig.
Was mir in solchen Momenten extrem hilft, ist das, was ich in Bali für mich gelernt habe.
Durch Atemworkshops, Meditation und vor allem durch das bewusste Alleinsein hat sich meine Sicht auf vieles fundamental verändert. Früher ging es oft um Kontrolle, um „richtig oder falsch“, um sofort reagieren. Heute geht es viel mehr um Balance. Um das Wahrnehmen dessen, was ist, ohne es direkt bewerten zu müssen.
Ich habe dort verstanden, dass nicht alles, was passiert, gesteuert werden muss oder kann. Manche Dinge wollen einfach nur erlebt werden. Und genau das trägt mich gerade durch solche Situationen.
Auch Maddy half bei der Suche
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Leider ohne Erfolg :(
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Statt Drama gibt’s jetzt einfach Optionen:
– Um 7 Uhr zum Tabacchi und nachfragen
– Beim Checkout schauen, ob jemand das Restaurant kennt (hier kennt ja jeder jeden)
– Abends anrufen oder notfalls ein Taxi nehmen und das Ding holen
Und ganz ehrlich:
Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Pass wirklich „weg“ ist.
Hier ist alles auf Pilger eingestellt. Wenn jemand den findet, landet er irgendwo, wo er hingehört.
Und wenn nicht?
Dann ist das vielleicht genau Teil dieser Reise.
Vor zwei Tagen standen wir ohne Taxi irgendwo im Nirgendwo, und plötzlich hat sich eine Lösung ergeben.
Einfach so.
„Das Leben findet einen Weg.“
Und vielleicht gilt das auch hier.
Der Pass ist am Ende Papier.
Diese Reise… ist es nicht.
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In diesem Sinne – guten Morgen aus Umbrien.
Unglaublich Tolle Reise!
Aber im Ernst, nach dem Peroni hätte ich mich dann wahrscheinlich direkt zu den Hunden gelegt...:dr:
Und der Pass findet seinen Weg...
Kurzes Update zur „Pilgerpass-Saga“:
Das Leben… hat mal wieder geliefert.
Der Pass ist aufgetaucht.
Die Dame von der Rezeption kannte die Besitzerin vom Restaurant – Lisa – kurzer Anruf, sie ging direkt dran (wohlgemerkt irgendwo beim Einkaufen )… und ja: sie hat den Pass.
Aktueller Plan:
Entweder kommt er ganz entspannt mit unserem Gepäckservice zum nächsten Hotel…
oder – falls Timing nicht passt – gibt’s heute Abend noch eine kleine „Bonus-Etappe“ per Taxi.
So oder so:
Das Ding ist nicht weg. Es war nur kurz auf eigener Reise.
Und wieder bestätigt sich:
„Das Leben findet einen Weg.“
Manchmal schneller, als man denkt. :jump:
Genial! :gut:
Toller Bericht, mir gefällt wie du schreibst:gut:
Klasse:dr: Da wir uns nicht persönlich kennen, ich glaube (falls du sie noch nicht kennen solltest), lese mal die Achtsam Morden Reihe von Karsten Dusse. Ich kann mir vorstellen, dass ein Neuer Markus diesen Humor (und auch ein bisschen das dahinter) versteht und hin und wieder bissl grinsen würde…
Freut mich mit dem Pass, wäre schon irgendwie schade gewesen;):dr:
Da fügt sich doch wieder alles zusammen :gut:
Was hat es mit der speziellen Buchstabenform des 'T' auf dem Pilgerpass und auch bei SpoleTo auf sich?
Gerhard,
Dieses „T“ ist das so genannte Tau Kreuz des Heiligen Franziskus.
5km haben wir noch bis Arrone, und in einem verschlafenen Nest haben wir in einer Tabaccheria ein Stück Pizza gefunden :ea:
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Markus, Danke für den Hinweis. Irgendwie kam mir das bekannt vor, kam aber nicht drauf. Danke für den tollen Bericht, schaue immer wieder gerne rein!
Kurzes Update aus Arrone:
Wir sind angekommen – allerdings nicht ganz ohne Nachspiel.
Das Etappenende im Ort… und unser Hotel?
Natürlich nochmal 1,5 Kilometer weiter. Und ein paar Höhenmeter on top, weil warum auch nicht. In Summe auch wieder sportlich
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Aber:
Der Blick hier oben macht alles wieder gut. Wirklich alles.
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Der Pilgerpass hat es heute leider noch nicht zu uns geschafft –
also gibt’s jetzt in 20 Minuten noch eine kleine „Sonderetappe“ per Taxi.
Der gute ist ja nur kurz flügge geworden und wartet jetzt darauf, wieder eingesammelt zu werden.
Danach: Essen. Nichts Großes. Einfach sitzen.
Wir sind durch.
Vor allem Walter hat heute richtig gekämpft.
Ob wir morgen weitergehen oder einen Pausentag einlegen, entscheiden wir spontan.
Und genau das ist vielleicht der größte Luxus dieser Reise:
Nicht durchziehen müssen.
Sondern hören, wann es genug ist.
Mehr dann morgen.
Finde den Markus :flauschi:
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:gut:
Das T ist der letzte Buchstabe von Demut, eine der Tugenden des Franziskanerordens.
Und der erster Buchstabe von Transport. Wenn einem das Gepäck geliefert wird, weil der Amarone ist ja schwer genug.
Und wiederum der letzte Buchstabe von Restaurant. Da schließt sich dann hier der Kreis und wird ein Schuh draus. Zum Glück mit Doppelsocke.
Sehr schöne gedankliche Konstruktion :dr:
Ich glaube, genau da zeigt sich ganz gut, wie unterschiedlich man an so einen Weg herangehen kann.
Der eine versucht, ihn über Begriffe, Bedeutungen und Systeme zu greifen.
Und der andere… läuft ihn einfach.
Für mich hat Pilgern gerade viel weniger mit Einordnen zu tun, sondern eher mit Loslassen.
Mit nicht alles kontrollieren müssen.
Mit Dingen passieren lassen, statt sie sofort erklären zu wollen.
Ich habe für mich gemerkt, dass die spannendsten Momente genau dann entstehen, wenn man nicht versucht, alles gedanklich festzuhalten – sondern einfach im eigenen Rhythmus bleibt und darauf vertraut, dass sich vieles von selbst sortiert.
Und ganz ehrlich:
Seit ich weniger im Kopf und mehr bei mir bin, fühlt sich der Weg deutlich klarer an.
Aber am Ende – jeder so, wie er ihn gehen möchte.:flauschi:
Und eine ganz profane Empfehlung:
skinners Schuhe. Sind nach dem wandern /pilgern wirklich eine Offenbarung :verneig:
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Auch wenn einen die Leute im Dorf anschauen wie: il tedesco strano con le calze
Respekt! 32k Schritte sind ein Brett. Da geht auch ein Moretti runter wie ein Bitburger Dosenbier😜
Cheers Michael
103€ einfache Strecke für einfache Strecke,
Die italienischen Taxifahrer verstehen, was einem so ein Pilgerpass emotional wert sein kann :krise:
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Aber ich bin sehr sehr glücklich ihn wieder zu haben :jump:
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der hat bestimmt die Goldene am Handgelenk gesehen und gleich das Taxometer bei 50 EUR starten lassen:supercool:
Guten Morgen, ihr Lieben, aus dem schönen Arrone
Gestern stand eine Etappe an, die wir ja schon leicht angeteasert hatten…
und sagen wir mal so: sie war länger als gedacht.
Offiziell irgendwas um die 15 Kilometer.
Inoffiziell – inklusive „wir laufen mal eben zum Startpunkt“ und „Hotel liegt natürlich nochmal irgendwo am Hang“ – am Ende 23 Kilometer.
Klassiker.
Im Gegensatz zum Vortag ging es diesmal weniger um brutale Höhenmeter, sondern eher um Weite.
Tal für Tal, Hügel für Hügel – und mit jedem Schritt wurde die Landschaft offener, grüner, weiter.
Eine ganz andere Art von Anstrengung.
Und gleichzeitig eine ganz andere Leichtigkeit.
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Natürlich blieb es nicht ohne kleine Geschichten:
Walter wurde zwischendurch mehrfach einem kleinen TÜV unterzogen, weil er hier und da etwas unrund lief.
Kurzzeitig sogar mit kleinen Söckchen unterwegs – sah aus wie ein Outdoor-Influencer auf Abwegen
Aber: der kleine Mann hat durchgezogen.
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Mal mussten wir einen Steinschlag überwinden
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Maddy… nun ja.
Wasserratte bleibt Wasserratte.
Einmal komplett durch Dornen in Richtung irgendeines Flusses marschiert, sich natürlich direkt irgendwo verhakt – also kurzer Rettungseinsatz inklusive.
Adventure-Faktor: erfüllt.
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Dazwischen dann noch eine leicht verstörende Franziskus-Statue… ohne Kopf.
Was genau uns das sagen sollte? Wir bleiben dran.
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Der Weg war jedenfalls wunderschön
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Das Finale kam dann kurz vor Arrone:
Noch ein guter Kilometer, nochmal leicht bergauf – und Walter setzt sich ins Gras und signalisiert sehr klar:
„Bis hierhin. Und keinen Meter weiter.“
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Also habe ich ihn die letzte Etappe den Berg hochgetragen.
Pilgern… aber mit Zusatzgewicht.
Heute läuft er übrigens wieder ganz normal, als wäre nichts gewesen.
Was bleibt von dieser Etappe?
Dass Pilgern nicht nur bedeutet, sich komplett zu zerstören.
Sondern auch, diese Weite zu genießen.
Dieses ruhige „einfach weitergehen“, ohne dass es dramatisch sein muss.
Abends dann im Restaurant unseres Zwei-Sterne-Hotels Borgo San Valentino –
wieder so ein altes Gemäuer, das mehr Atmosphäre hat als manch durchgestyltes Boutiquehotel –
einfach gut gegessen, runtergefahren.
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Pellegrino Walterino hat auch auf der Toilette alles im Blick :)
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Wunderschöne Stube um den Abendessen zu genießen
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Und so zog langsam die sternenklare Nacht herein
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Heute steht eine entspannte 9-Kilometer-Etappe nach Piediluco an.
Nichts Wildes. Genau richtig.
In diesem Sinne – guten Morgen aus Umbrien.
Klasse, dann entspannte Tour heute.
Super cool. Lese gerne mit hier, Markus. Und ich stimme dir zu: dieser Herbergen haben so deutlich viel mehr Flair als all diese Hochglanzunterkünfte
Tolle Bilder, tolle Tour! Frage: Gehst Du nach Landkarte, oder nur Handy mit vor-eingestelltem Weg oder nach Beschilderung und vorher überlegter Route? Oder Mischung aus allem, gibt ja auch mal unerwartete Umwege?
Wir haben die Routen ordentlich zu hause vorgeplant.
Speziell wegen der Hunde, damit wir genügend Wasserstellen zum trinken und abkühlen haben.
Verkaufen kann man sich nicht, habe noch nie eine besser ausgeschilderte Strecke gesehen. Bei jeder noch so kleinen Abzweigemöglichkeit stehen diese Schilder. Dazu an zig Bäumen oder Mauern die gelb blauen Zeichen für den Weg.
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Das ist ja super, besser organisiert mit den Schildern als in mancher Stadt oder auf dem Land bei uns. :gut: :gut:
Definitiv Gerhard,
Und die Freundlichkeit der Menschen, uns, speziell aber auch den Hunden gegenüber, ist unfassbar schön :jump:
Für heute sind wir angekommen, hier kann man es bei 28 grad aushalten :)
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Weiterhin viel Spaß und Danke fürs Mitnehmen:gut: