Danke für's "mitnehmen" und zeigen :gut:
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Danke für's "mitnehmen" und zeigen :gut:
Dankeschön!
Toll. Ich finde das spannend. Ist das Problem gelöst? Man wundert sich immer wie viel Dreck sich innen ansammelt aber das ist ja eher kein Staub oder Schmutz sondern Abrieb und Verschleiß der mechanischen Komponenten die sich mit dem Öl verbinden.
RESPEKT.....vielen DANK für den Beitrag :gut:
Mega!
:gut:
Klasse Erik, stark!
Wow Erik, geile Aktion, danke dir für die Bilder und Erklärung! :verneig:
Interessantes Thema, Danke fürs teilen:gut:
Ich hole das Thema nochmal hoch, da ich heute endlich mal Zeit hatte die Uhr wieder zusammen zu bauen und mir dabei etwas aufgefallen ist. Nämlich, dass ich den Datumsmechanismus im Detail noch gar nicht verstanden hatte. Das soll somit hier nachgeliefert werden.
Zunächst mal zum Vergleich der Standard-Aufbau einer Datumsschaltung, hier am Beispiel eines Buren 12.
https://up.picr.de/50380869em.jpg
Das Datumsrad dreht sich einmal in 24 Stunden (hier gegen den Uhrzeigersinn). Irgendwann greift der Haken in einen Zahn der Datumsscheibe ein und beginnt diese zu drehen. Beim Buren 12 beginnt dieser Vorgang um ca. 22 Uhr, bei anderen Kalibern geht das auch schon mal kurz nach 21 Uhr los. Jetzt kann man quasi zusehen, wie sich das Datum über 2 Stunden hinweg langsam verstellt.
https://up.picr.de/50380877ux.jpg
https://up.picr.de/50380878jh.jpg
Um Mitternacht überschreitet schliesslich der Zahn der Datumsscheibe den Totpunkt an der Raste (im ersten Bild bei der 25) und das Datum springt in die finale Position.
https://up.picr.de/50380879jc.jpg
Zurück zur 5711 mit dem 324-Kaliber. Hier ist mir aufgefallen, dass der Haken am Datumsrad nicht starr ist. Es ist vielmehr eine Torsionsfeder. Diese befindet sich, solange der Haken noch nicht im Eingriff ist, im entspannten Zustand, so dass man zwischen ihren beiden Enden eine kleine Lücke erkennen kann. Hier 2 Bilder und eine vereinfachte Prinzipdarstellung.
https://up.picr.de/50380870ae.jpg
https://up.picr.de/50380871ty.jpg
https://up.picr.de/50380881td.jpg
Wenn der Haken nun auf Kontakt zu einem Zahn der Datumsscheibe geht, so wird in der folgenden Stunde die Datumsscheibe noch nicht bewegt - es wird lediglich die Feder gespannt.
https://up.picr.de/50380872dm.jpg
Hier ein Bild kurz vor dem Ende dieses Vorgangs, die Lücke ist fast geschlossen, die Feder maximal gespannt, dann gehen die Enden auf Block.
https://up.picr.de/50380873wt.jpg
Die zugehörige vereinfachte Prinzipdarstellung.
https://up.picr.de/50380880se.jpg
Jetzt beginnt das Datumsrad die Datumsscheibe zu drehen (das ist beim 324 kurz vor 23 Uhr der Fall) und den Zahn bei der Raste die steile Flanke der Raste raufzuziehen (bei der 28).
https://up.picr.de/50380875vm.jpg
Um Mitternacht rutscht der Zahn der Datumsscheibe über die Kante der Raste, die Federspannung am Datumsrad entlädt sich im Bruchteil einer Sekunde und wirft die Scheibe in ihre finale Position.
https://up.picr.de/50380876un.jpg
Patek hat hier also keine augenblickliche Schaltung realisiert (wie Rolex dies z.B. macht), aber zumindest eine Mechanik, die die Schaltzeit deutlich reduziert. Warum keine augenblickliche Schaltung in der Preisklasse? Keine Ahnung, aber da ein solcher Mechanismus Platz braucht vermute ich, dass hier geringe Bauhöhe wichtiger war als dieses Feature.
Gruß
Erik
Grandios. Selbst ich habe das verstanden.
Danke, Erik! :top:
Super erklärt, Erik. :gut:
Wieder was gelernt.
Gruß Merdi
Habe den Beitrag leider erst jetzt entdeckt. Ich hatte Gänsehaut angesichts des aktuellen (und aus meiner Sicht völlig überzogenen) Verkehrswertes der Uhr. Respekt für deinen Mut und dein Vertrauen in deine Fähigkeiten, die ich schon häufig bewundert habe:gut:
Ich hatte das Thema der steckengebliebenen Datumsscheibe sowohl bei meiner Aquanaut (nach 3 Jahren) als auch meiner 5711. Scheint eine Schwachstelle des 321-Werkes zu sein…