Mit rechts Klavier spielen und mit links Pizza machen hast du aber nicht drauf.
Das hoffe ich zumindest :D
Hier, ich hab das sehr gerne gelesen und mir angehört, vielen Dank dafür - sehr beeindruckend.
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Mit rechts Klavier spielen und mit links Pizza machen hast du aber nicht drauf.
Das hoffe ich zumindest :D
Hier, ich hab das sehr gerne gelesen und mir angehört, vielen Dank dafür - sehr beeindruckend.
Wenn man die schwierigen Stücke spielen will, geht das nur mit üben.
Ich glaube heute mache ich das besser als noch vor 25-30 Jahren. Damals wollte ich schwierige Stücke schnell drauf haben; da hab ich viel unsauber und gedankenlos gemacht; vor allem Fingersätze mehr improvisiert als durchdacht.
Allerdings hatte ich auch gute Lehrer, die mir die Grundlagen beigebracht haben, von denen ich heute profitiere.
Ich wollte früher unbedingt Beethoven spielen und nix anderes; die großen Sonaten und andere tolle Sachen. Damals war ich ziemlich engstirnig.
Heute machen mir Chopin, Liszt und Schubert viel Spaß und ich gehe systematischer an die Sachen ran. Ich mach mir Gedanken über die Fingersätze, schreibe diese auf und fange sehr sehr langsam an.
Das ist viel effizienter als meine frühere Herangehensweise mit der Brechstange. So kann ich auch mit der wenigen Zeit, die ich habe, ein neues Stück lernen. Es dauert natürlich lange und der Anfang ist immer recht mühselig. Aber ich komm voran, auch wenn’s für den Rest der Familie oft eine Tortur ist, wenn ich eine Passage zigmal wiederhole.
Mensch Max, was für eine schöne Geschichte, was für ein wunderschönes Musikinstrument, und was für schöne Musik, die ich, während ich hier schreibe, noch im Ohr habe! :jump:
Noch ganz viel Freude am Flügel und an der Musik :gut:
Und beim nächsten RLX Treff müssen wir ein entsprechendes Instrument für Dich besorgen ;)
Mein Kompliment, Max. Zu deiner wirklich lesenswerten Geschichte, die die Bezeichnung verdient und auch zu deinem Vermögen.
Ich für meinen Teil könnte mich da stücke- und sogar stundenlang schweigend und genießend danebensetzen.
Bei Steinway fällt mir immer Keith Jarrett ein (wenn auch nicht im Köln Concert). Viel Spaß damit und viele Reisen in die Welt der Musik.
Ganz großes Kino!!
Hi Max zuerst einmal vielen Dank für diese wirklich tolle Geschichte.
Interessanterweise habe ich mich an vielen Punkten selbst darin erkannt. Nur befinde ich mich noch an der Stelle mit dem E Piano. Aber auch ich war mit meiner Frau schon ein paar mal im Piano Haus und es zog mich klanglich immer zu den Steinways, du hast die Gründe schon beschrieben. Dieser emotionale, warme Klang packt mich immer wieder. Von der Schönheit dieser Instrumente mal ganz gesehen. Dass ich mir irgend wann mal einen Steinway kaufen möchte war mir schon vor vielen Jahren klar. Deine Geschichte dazu zu lesen hat mir daher extrem viel Freude gemacht.
Leider hab ich als Kind viel zu früh mit dem Unterricht aufgehört und auch im Alltag nehme ich mir derzeit viel zu wenig Zeit fürs Spielen. Ich setze mich heute aber direkt mal wieder dran, inspiriert von deinem Thread:dr:.
Klaviermusik gehört für mich zu den schönsten Dingen auf der Welt.
Ganz viel Freude wünsche ich dir mit deinem traumhaften Flügel
Musisch kann ich nicht mitreden, optisch ist das ein Hingucker und absolute Endstufe. Glückwunsch zu dem schönen Fund.
Wow. Sehr schön anzusehen und anzuhören. Das macht Freue. Besonders schön zu sehen, wenn es jemand so gut beherrscht.
ich bin vom rock‘ n‘ roll verdorben…
ich verbinde klavier/flügel immer mit jerry lee lewis,little richard,fats domino, ray charles und axel zwingenberger.
klassische musik und speziell stücke,die mehr oder minder für klavier ausgelegt sind,stellen folter für mich dar.
aber ich bewundere übungsfleiss,die grundsätzliche schönheit des instruments und natürlich auch die wunscherfüllung als solche. daher stets maximales vergnügen mit dem klassiker gewünscht.
Sehr beneidenswert.
Grossartig! :verneig:
Habe mein ganzes leben davon geträumt, auch mal Klavierspielen zu können.
Naja, das reicht halt nicht..
Ganz wunderbar dieser Beitrag. Eine absolute Bereicherung für das Forum.
Vielen lieben Dank dafür und Deine Spiel :verneig:
Super.
Ich freue mich für Dich.
Was ein tolles Instrument.
Ich freue mich ja auch immer ganz besonders fur Leute die sich langhegte Wünsche erfüllen.
Wie ist denn das mit dem Raumklima?
Befeuchtest Du den Raum oder ist das mit einem älteren Flügel kein Problem mehr?
Ich war schon in Haushalten, wo dekorativ ein Steinway oder Yamaha Flügel stand. Einfach, weil es gut aussieht und weil weder Geld noch Platz limitierende Faktoren sind. Wo aber keiner der Bewohner eine Folge von nur fünf Tönen korrekt spielen könnte. Nicht, dass ich es könnte, doch dafür fehlt mir jegliches Verständnis.
Um so mehr angetan bin ich von Deiner Geschichte: Sich nach Jahren der Entbehrung (oder einfach anderer Prioritätensetzung) den Wunsch nach einem solch schönen Instrument erfüllen und es dann auch noch meisterhaft bedienen zu können. Einfach großartig!
Sehr gute Frage! Hohe Feuchtigkeit ist weniger ein Problem als dauerhaft zu geringe Feuchtigkeit.
Idealerweise sollte die Luftfeuchtigkeit zwischen 50 und 65% liegen. Das funktioniert bei uns sehr gut, weil wir ein Holzhaus haben, das Schwankungen gut kompensiert; unser Raumklimasensor bestätigt das auch.
Der Flügel wird alle 6 Monate gestimmt und hatte bisher nur geringe Klangabweichungen; daran können wir gut sehen, dass das sehr gut passt.
:gut:
Allerhöchster Respekt, bleibe trotzdem bei meinem Yamaha :jump:
Wie hast Du den Flügel ins Dachgeschoss (sieht so aus) bekommen ?
Richtig cool Max, viel Freude damit!
Der Flügel wurde von einer spezialisierten Spedition geliefert. Die haben Möbelpacker, die nur Klaviere und Flügel tragen.
Wenn man die sieht, traut man denen das nicht zu. Gertenschlanke Jungs aber allesamt Gewichtheber.
Der Flügel wird zum Teil zerlegt und ohne Füße, Tastatur und Deckel hochgetragen; mit speziellen Gurten haben das 2 Jungs gemacht.
Nicht schlecht für ein Instrument, das komplett 250kg wiegt.
Max, tolle Story. Vielen Dank fürs Teilen.
Der Traum meiner Mutter war immer ein Klavier oder Flügel. Und da sie es als Kind nicht bekommen hatte, wurde ich
zum Klavierunterricht gezwungen. Irgendwann hat meine Mutter aber gemerkt, dass der Funke nicht auf mich überspringt und es keinen Sinn macht.
Heute bereue ich es etwas. Insbesondere, wenn ich Dich spielen höre. Genial :dr:
Gratuliere zur Erfüllung eines nicht alltäglichen Traumes!:dr:
Sollen wir einen „ich brauche jetzt dringend ein EPiano/Keybord/Synthesizer-Thread für Anfänger/Wiedereinsteiger“ aufmachen?
Ich wollte gerne Klavier lernen, aber hatte die völlig falsche Lehrerin und habe schnell ( nach 1 -2 Jahre nach gefühlt ausschliesslich Fingerübrungen alter Meister) die Lust verloren.
Wenn ich das sehe und höre bekomme ich gleich wieder Lust noch einmal anzufangen.
:kriese:
Das mit den Fingerübungen ist so ne Sache; ich mochte die auch nicht.
Meine zweite Klavierlehrerin, eine russische Pianistin hat mir aber in aller Ruhe erklärt, was ich für die Stücke, die ich spielen will, brauche.
Für viele Beethoven Stücke muss man gebrochene Akkorde / Arpeggien in allen Tonarten mit beiden Händen beherrschen.
Außerdem alle Arten von Tonleitern mit allen Händen.
Die haben wir dann intensiv geübt und gleichzeitig mit der Musik begonnen, die mir Spaß gemacht hat.
Die ganzen Etüden von Czerny und andere Übungsbücher hab ich allerdings abgelehnt und bis heute nicht bereut.
Mach doch einfach.
Ganz toll, Max! Geschichte, Instrument - und dein Können ist beeindruckend, chapeau!
:verneig:
... vielen Dank fürs Teilen, Max. Bei Steinway muss ich immer an eine Arbeit des NL-Künstlers Guido van der Werve denken, dessen 35mm Film "Nummer zes" (17min, 2007) von dem Wunsch handelt, genau dieses Instrument zu besitzen. Leider gibt es den Film aktuell nicht mehr online ... ein Blick auf den Künstler und seine Arbeiten lohnt jedoch allemal. Dies Arbeit hat mich immer sehr berührt, zumal die Musik Chopins Piano Concerto No. 1 in E Minor, Op. 11: II. Romance. Larghetto ist. :-)
Max, ich freu mich so sehr für dich! Und das Klavier hats auch wirklich verdient bei dir zu sein wenn ich mir die Videos so anschau. :verneig:
Zitat:
„Für viele Beethoven Stücke muss man gebrochene Akkorde / Arpeggien in allen Tonarten mit beiden Händen beherrschen.“
——————————
So ist es. Gebrochene Akkorde im Wahnsinnstempo links/+ rechts - damit habe ich mich als Hobbymusiker jahrelang beschäftigt (Pathetique in C-Moll die ersten zwei Sätze). Es hat nicht geschadet.
Heute spiele ich lieber Boogie-Woogie.
Die eigentliche Herausforderung beim Klavier, nachdem man zuerst die Rechte und die linke Hand intensiv getrennt (!) geübt hat (meistens gibt es nur einen optimalen Fingersatz !) ist es dann, diese zwei Stimmen gleichzeitig wiederzugeben. Das ist für Hirn und Konzentration die e
besondere Herausforderung.
Dieses dann auswendig zu lernen, um es dann jederzeit abrufen zu können, bedarf hunderter Wiederholungen und ist nichts für ungeduldige Naturen.
Es erhöht aber die Konzentrationsfähigkeit und die Resilienz.
Großartig, Max! :verneig: Das ist ja der Hammer!
Ich finde dein Spiel spitze, Max! Glückwunsch zum Trauminstrument.
Ich habe vor einem halben Jahr auch das Klavierspiel begonnen (nachdem ich als Kind etliche Jahre Akkordeon gelernt habe geht es zum Einstieg ganz gut voran) und mir zu diesem Zweck erstmal ein gutes Digitalpiano gekauft. Es würde mich freuen, auch mal auf dein Level zu kommen.
Herzlichen Dank! :dr:
@Josef, ich würde Dir empfehlen, Klavierunterricht zu nehmen.
Ich hatte ca. 14 Jahre lang durchgängig Klavierunterricht, seit ich 8 Jahre alt war. Mit 16 Jahren hatte ich einen sehr guten Lehrer am Badischen Konservatorium in Karlsruhe und habe dort auch mit 18 eine Art Abschlussprüfung absolviert, bei der ich neben einstudierten Stücken auch innerhalb von 2 Wochen selbständig ein Klavierstück aus der Wiener Klassik einstudieren und vorspielen musste. Die Noten wurden mir 2 Wochen vor dem Prüfungstermin ausgehändigt und mein Lehrer durfte mir auch nicht helfen, das Stück zu lernen.
Mit der erfolgreichen Prüfung konnte man zeigen, dass man auch selbständig in der Lage ist, sich neue Klavierstücke zu erarbeiten und vorzutragen.
Nach dem Konservatorium war ich noch 4 Jahre lang als Student bei besagtem Klavierlehrer, bis ich ab dem Vordiplom wirklich keine Zeit mehr für Unterricht hatte.
Warum sage ich das? Guter Unterricht hilft dir, die richtige Haltung und Technik anzuwenden und Fehler zu vermeiden, die schmerzhaft sein können und dich sogar daran hindern, dich weiter zu entwickeln. Von Onlinekursen und Apps halte ich offen gesagt nix.
Ein guter Lehrer achtet auf alles und hilft dir, besser zu werden. Dafür muss er aber auch neben Dir sitzen und sehen, was Du machst. Wenn Du das, was Du im Unterricht lernst, beim Üben beachtest, wirst Du tolle Ergebnisse erzielen und Spass an der Sache haben.
Danke! Meine Tochter nimmt wöchentlich Unterricht bei einem Klavierlehrer, der hat mir bereits zugesichert, dass ich auch ab und zu Stunden bei ihm nehmen darf. Das wird mir sicher weiterhelfen.
:gut: