Zitat von
Schmackofatz
Eigentlich wollte ich ja nach dem allerseits bejubelten "Pottshot" hier nix mehr großartig schreiben, aber was interessiert mich mein Gerede von gestern und ich werde nach diesem Beitrag hier wohl auch erst einmal wieder auf Tauchgang gehen.
Ich saß jetzt fast 24 Stunden auf den Fingern, aber sowas kann ich einfach nicht unkommentiert stehen lassen, zumal es mich als CPO-Kunde persönlich betrifft und ich hier quasi als Depp hingestellt werde.
In meinen Augen ist nicht der CPO-Kunde der Dumme, sondern derjenige, der sowas behauptet und das hier Geschriebene hat für mich das Niveau des kleinen Mannes.
Jemand, der einen CPO-Kunden als "dumm" bezeichnet läuft vermutlich mit dem Handy durch den Klamottenladen und scannt die Preisschilder ab, ob's das Camp David T-Shirt online noch günstiger gibt und freut sich bei IKEA über leckere Kotböller für 5,99 Euro der große Teller, inklusive Sättigungsgefühl und Aufstoßen bis weit nach Mitternacht. Und erzählt stolz im Freundeskreis herum, dass er immer nur das Olivenöl bei Aldi für 2,99 Euro in der 2-Liter-Flasche kauft, weil das ja qualitativ mindestens genauso gut ist als das aus dem Feinkostladen für 30,00 Euro in der 500ml Flasche. Aber Hauptsache 'ne Rolex am Arm, irgendwie muss man sich ja von den anderen abheben.
Es gibt aber noch eine andere Schicht an Menschen, die mit sowas wie Kleinanzeigen oder Uhrenhändlern mit zweifelhaften Ruf schlicht und ergreifend einfach nichts zu tun haben, eben weil sie in einer anderen Schicht leben und agieren. Das hat nicht unbedingt etwas mit Angast vor Fälschungen zu tun, vermutlich haben diese Menschen die Begrifflichkeit des "Superclons" noch nicht einmal zu Gehör bekommen. Niemand würde auch nur ansatzweise auf die Idee kommen, eine Seite wie Kleinanzeigen etc. im Internet auch nur in die Browserzeile einzutippen, wenn er eine Uhr möchte.
Man geht eben einfach zu Bucherer & Co., weil man da schon immer hingegangen ist und es eben schon immer die erste Anlaufstelle war, wenn man sich etwas gönnen möchte oder wenn's um Uhren und Schmuck geht.
Hier weiß man, dass alles passt, wird ordentlich bedient und nicht über den Tisch gezogen. Und wenn es dann halt ein paar Euro mehr kostet, war es das Wert und es ist eben mal so. Gehört halt nun mal dazu.
Das gleiche gilt auch für die andere Richtung, beim Verkauf. Auch ich würde nicht persönlich in die Öffentlichkeit treten, wenn ich eine Uhr verkaufen möchte - dass sollen die Menschen für mich machen, deren Beruf das ist. Und es ist mir auch egal, ob ich jetzt ein paar Hundert oder Tausend mehr oder weniger bekomme, auf das "letzte Preis" Gelaber würde ich mich im Leben nicht einlassen.
Ich habe vor über 20 Jahren einmal versucht, einen 911er privat zu verkaufen. Das ich heute noch Lebe, ist ein Wunder, nachdem mir der potenzielle Kunde während der Probefahrt mitgeteilt hat, dass das Auto ab 280 km/h nicht mehr "so richtig zieht" und da eigentlich "noch was gehen müsste".
Punkt.