Käpt'n Haddock
20.09.2026, 22:26
Eigentlich war ich mit Rolex komplett durch. Der extreme Hype der letzten Jahre und die ganze Wartelisten-Thematik hatten mich zunehmend gestört. Die eine oder andere Uhr hatte ich noch deutlich vor dem Hype bekommen – damals, als man (viele von uns erinnern sich sicher noch gut daran) einfach zum Konzessionär ging, eine Uhr bestellte und nach maximal zwei bis drei Monaten abholte. Teilweise konnte man sogar direkt Uhren aus dem Schaufenster mitnehmen. Als der Markt dann völlig verrückt spielte, hatte ich das Thema Rolex für mich jedenfalls abgehakt.
In den Fokus war dann die neue IWC Ingenieur gerückt, aber irgendwie haderte ich da mit der Preisgestaltung.
Nachdem ich nun aber langsam den Eindruck bekam, dass der ganz extreme Rolex Hype etwas abgeebbt sei, fingen die Gedanken doch wieder an zu kreisen. Unterschwellig war der Wunsch entstanden, sich vielleicht doch noch einmal eine Rolex zuzulegen.
Dabei ging es mir in erster Linie um etwas ganz Unprätentiöses und relativ Normales – nichts Exklusives oder Besonderes, sondern einfach eine schöne unauffällige Alltagsuhr. Im Großen und Ganzen hatte ich mich auf eine Datejust 41 in Stahl mit Oysterband und glatter Lünette eingeschossen.
Diesen Gedanken trug ich eine ganze Weile mit mir herum. Der Blick in die einschlägigen Threads hier im Forum war allerdings nicht besonders ermutigend, denn auch auf ganz einfache Datejust-Modelle muss man ja weiterhin mehr oder weniger lange warten.
Hinzu kam die "Hürde" beim Konzessionär: Bei dem Konzessionär, bei dem ich in der Vergangenheit früher problemlos die ein oder andere Uhr gekauft hatte, kann man inzwischen gar nicht mehr einfach so vorbeischauen. Man muss vorab Termine anfragen. Das war dann der Punkt, an dem ich endgültig abgewinkt habe und dachte: Termine mache ich beim Zahnarzt – aber nicht beim Rolex-Konzessionär.
Dann erinnerte ich mich daran, dass wir vor Jahren mal eine Uhr für meine Frau direkt aus dem Schaufenster bei einem familiengeführten Konzessionär ganz in der Nähe gekauft hatten. Also habe ich dort einfach mal angerufen.
Es folgte ein sehr, sehr freundliches Telefonat: Man erklärte mir, dass ich absolut keinen Termin brauche, sondern einfach vorbeischauen könne. Eventuell müsse man zu Stoßzeiten wie samstags mittags mit etwas Wartezeit rechnen, aber die lasse sich bei einer Tasse Kaffee wunderbar überbrücken.
Es vergingen wieder einige Wochen, bis ich auf der Rückfahrt von einem Termin tatsächlich in der Nähe vorbeikam. Also entschloss ich mich einfach mal rein zu gehen und mich unverbindlich über die Wunschuhren zu unterhalten.
Mein Fokus lag dabei gar nicht starr auf Rolex – für mich kam ja als Alternative auch schon länger die IWC Ingenieur infrage. Auch bei diesem Besuch kann ich nur Gutes berichten: Obwohl wir dort vor Jahren nur ein- oder zweimal etwas für meine Frau gekauft hatten, wurde ich extrem freundlich empfangen und auch beim Thema "Rolex" wurde nicht sofort mit dem Verweis auf lange Wartelisten abgewunken.
Im Gespräch kristallisierte sich schnell heraus, dass es wohl auf ein "Duell" zwischen der IWC und einer Datejust hinauslaufen würde. Aufgrund der Wartelistenthematik tendierte ich ja eher zur IWC. Ich verließ den Laden mit der Absprache, mir das Ganze noch ein paar Tage durch den Kopf gehen zu lassen und mich dann zu melden, ob ich mich für eine Rolex aufschreiben lassen wolle oder nicht.
Wichtig war in diesem Zusammenhang die Erkenntnis, dass es bei der DJ massive Nachfrageunterschiede bei den Zifferblättern und Band- sowie Lünettenausführungen gibt. Manche Varianten sind extrem gefragt, während andere deutlich leichter zu bekommen sind. Interessanterweise gefiel mir ohnehin eher eine der weniger gefragten Varianten. Dennoch: Auf eine Warteliste wollte ich mich eigentlich nach wie vor nicht setzen lassen.
Drei Tage später stand mein Entschluss fest: Keine Warteliste, lieber noch mal in Ruhe überlegen, ob es die IWC oder etwas ganz anderes werden soll.
Also rief ich am Samstagvormittag kurz an, um abzusagen – ich wollte mich vorerst nicht auf die Liste für eine Datejust setzen lassen und das Thema erst einmal vertagen.
Doch das Telefonat nahm eine völlig unerwartete Wendung. Der Verkaufsberater sagte, dass in der Zwischenzeit eine Lieferung reingekommen war. Und in dieser Lieferung befand sich exakt die Datejust, die meinen Vorstellungen entsprach. Die Kunden von der Warteliste für diese Variante waren zwar angerufen worden, hatten die Uhr aber bereits anderweitig erworben oder kein Interesse mehr – und so war sie ganz kurzfristig frei geworden.
Fazit
Samstagmorgen, ab ins Auto, zum Konzessionär gefahren. Da gab es keine großen Überlegungen mehr: Band anpassen lassen, Uhr ans Handgelenk und den Sack zugemacht!
Mit dieser doch etwas längeren Geschichte wollte ich eigentlich nur folgendes zum Ausdruck bringen:
Es lohnt sich auf jeden Fall, das Gespräch mit inhabergeführten Konzessionären zu suchen.
Manchmal hilft ein bisschen Flexibilität und der Blick abseits der großen Ketten.
Man sollte die Hoffnung einfach nicht aufgeben!
Am Ende habe ich – komplett ohne jahrelang auf einer starren Liste zu stehen – mit gerade mal drei Tagen „Wartezeit“ genau meine Wunschuhr bekommen.
Und da es hier ja immer heißt: "Ohne Bilder glauben wir nix" ...
https://up.picr.de/51316547ss.jpeg
In den Fokus war dann die neue IWC Ingenieur gerückt, aber irgendwie haderte ich da mit der Preisgestaltung.
Nachdem ich nun aber langsam den Eindruck bekam, dass der ganz extreme Rolex Hype etwas abgeebbt sei, fingen die Gedanken doch wieder an zu kreisen. Unterschwellig war der Wunsch entstanden, sich vielleicht doch noch einmal eine Rolex zuzulegen.
Dabei ging es mir in erster Linie um etwas ganz Unprätentiöses und relativ Normales – nichts Exklusives oder Besonderes, sondern einfach eine schöne unauffällige Alltagsuhr. Im Großen und Ganzen hatte ich mich auf eine Datejust 41 in Stahl mit Oysterband und glatter Lünette eingeschossen.
Diesen Gedanken trug ich eine ganze Weile mit mir herum. Der Blick in die einschlägigen Threads hier im Forum war allerdings nicht besonders ermutigend, denn auch auf ganz einfache Datejust-Modelle muss man ja weiterhin mehr oder weniger lange warten.
Hinzu kam die "Hürde" beim Konzessionär: Bei dem Konzessionär, bei dem ich in der Vergangenheit früher problemlos die ein oder andere Uhr gekauft hatte, kann man inzwischen gar nicht mehr einfach so vorbeischauen. Man muss vorab Termine anfragen. Das war dann der Punkt, an dem ich endgültig abgewinkt habe und dachte: Termine mache ich beim Zahnarzt – aber nicht beim Rolex-Konzessionär.
Dann erinnerte ich mich daran, dass wir vor Jahren mal eine Uhr für meine Frau direkt aus dem Schaufenster bei einem familiengeführten Konzessionär ganz in der Nähe gekauft hatten. Also habe ich dort einfach mal angerufen.
Es folgte ein sehr, sehr freundliches Telefonat: Man erklärte mir, dass ich absolut keinen Termin brauche, sondern einfach vorbeischauen könne. Eventuell müsse man zu Stoßzeiten wie samstags mittags mit etwas Wartezeit rechnen, aber die lasse sich bei einer Tasse Kaffee wunderbar überbrücken.
Es vergingen wieder einige Wochen, bis ich auf der Rückfahrt von einem Termin tatsächlich in der Nähe vorbeikam. Also entschloss ich mich einfach mal rein zu gehen und mich unverbindlich über die Wunschuhren zu unterhalten.
Mein Fokus lag dabei gar nicht starr auf Rolex – für mich kam ja als Alternative auch schon länger die IWC Ingenieur infrage. Auch bei diesem Besuch kann ich nur Gutes berichten: Obwohl wir dort vor Jahren nur ein- oder zweimal etwas für meine Frau gekauft hatten, wurde ich extrem freundlich empfangen und auch beim Thema "Rolex" wurde nicht sofort mit dem Verweis auf lange Wartelisten abgewunken.
Im Gespräch kristallisierte sich schnell heraus, dass es wohl auf ein "Duell" zwischen der IWC und einer Datejust hinauslaufen würde. Aufgrund der Wartelistenthematik tendierte ich ja eher zur IWC. Ich verließ den Laden mit der Absprache, mir das Ganze noch ein paar Tage durch den Kopf gehen zu lassen und mich dann zu melden, ob ich mich für eine Rolex aufschreiben lassen wolle oder nicht.
Wichtig war in diesem Zusammenhang die Erkenntnis, dass es bei der DJ massive Nachfrageunterschiede bei den Zifferblättern und Band- sowie Lünettenausführungen gibt. Manche Varianten sind extrem gefragt, während andere deutlich leichter zu bekommen sind. Interessanterweise gefiel mir ohnehin eher eine der weniger gefragten Varianten. Dennoch: Auf eine Warteliste wollte ich mich eigentlich nach wie vor nicht setzen lassen.
Drei Tage später stand mein Entschluss fest: Keine Warteliste, lieber noch mal in Ruhe überlegen, ob es die IWC oder etwas ganz anderes werden soll.
Also rief ich am Samstagvormittag kurz an, um abzusagen – ich wollte mich vorerst nicht auf die Liste für eine Datejust setzen lassen und das Thema erst einmal vertagen.
Doch das Telefonat nahm eine völlig unerwartete Wendung. Der Verkaufsberater sagte, dass in der Zwischenzeit eine Lieferung reingekommen war. Und in dieser Lieferung befand sich exakt die Datejust, die meinen Vorstellungen entsprach. Die Kunden von der Warteliste für diese Variante waren zwar angerufen worden, hatten die Uhr aber bereits anderweitig erworben oder kein Interesse mehr – und so war sie ganz kurzfristig frei geworden.
Fazit
Samstagmorgen, ab ins Auto, zum Konzessionär gefahren. Da gab es keine großen Überlegungen mehr: Band anpassen lassen, Uhr ans Handgelenk und den Sack zugemacht!
Mit dieser doch etwas längeren Geschichte wollte ich eigentlich nur folgendes zum Ausdruck bringen:
Es lohnt sich auf jeden Fall, das Gespräch mit inhabergeführten Konzessionären zu suchen.
Manchmal hilft ein bisschen Flexibilität und der Blick abseits der großen Ketten.
Man sollte die Hoffnung einfach nicht aufgeben!
Am Ende habe ich – komplett ohne jahrelang auf einer starren Liste zu stehen – mit gerade mal drei Tagen „Wartezeit“ genau meine Wunschuhr bekommen.
Und da es hier ja immer heißt: "Ohne Bilder glauben wir nix" ...
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