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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Jobwechsel // Wochenaufenthalter Zürich



Herki
02.03.2026, 21:12
Liebes Forum,

ich bin ein relativ stiller, aber regelmäßiger Besucher des Forums und freue mich über die bunte Themenvielfalt im Off Topic Bereich.

Bzgl. meiner Fragen habe ich versucht das Forum schon zu kneten, aber konnte leider nicht alle meine Fragen beantworten aus vorherigen Threads. Falls ich etwas übersehen habe, bitte seht es mir nach :D.

Zu den Zahlen-Daten-Fakten:
- Ich wechsele in 2 Monaten meine aktuelle Position von einem großen OEM in die Schweiz. Motivation war, mich weiter zu entwickeln, neue Herausforderungen anzunehmen und auch aus der Comfort-Zone auszubrechen.
- Pendeln: Ich pendele schon seit 8 Jahren zwischen meinem Hauptwohnsitz und meinem Arbeitsplatz in Deutschland, weshalb die kommende Strategie "des Wochenaufenthalters" in der Schweiz mich bzw. uns nicht abschreckt. Ich werde wahrscheinlich jedes Wochenende nach Hause fliegen.

Um ehrlich zu sein, erschlägt mich die To-Do-Liste ein wenig, weshalb ich euch gerne ein paar Fragen stellen würde. Besonders wenn hier Forenmitglieder ggf. das Model selbst fahren.

Vorne angefangen.

1. Bewilligung: Grenzgänger-Bewilligung wird über den Arbeitsgeber beantragt. Wie schnell ist dieser Prozess? Sind hier 1 Monat Puffer ausreichend? Neben Arbeitsvertrag, Kopie Ausweis und Meldebestätigung vom deutschen Wohnsitz, welche Unterlagen sind ggf. noch notwendig?

2. Das gute Thema Steuern: Aufgrund der 60-Tage-Regelung werde ja voll in der Schweiz besteuert und muss nur meine Einnahmen in Deutschland (Zinsen, Dividenden) im Progessionsverhalten versteuern. Zumindest so mein Recherchestand. Hat hier jemand Erfahrungen? Was muss ggf. beim Finanzamt schon "angemeldet" werden?

3. Versicherungen: Ich würde hier eine Basis-Absicherung über die KVG mit 300 CHF Franchise und 10% Selbstbehalt wählen. Behandlungen in Deutschland und der Schweiz. Freie Arztwahl. Freie Wahl der deutschen Aushilfskasse (würde bei meiner aktuellen GK bleiben wollen). Zu den Fragen:
3.1 Das Angebot von der Sympany sind 227 CHF, Swica 241 CHF. Habe bisher nur Ratschläge gegen die Sympany gehört. Wer kann dies bestätigen?
3.2 Nach meiner Recherche ist der Eintritt in die gesetzliche Krankenkasse in Deutschland nach Verlassen der Schweiz kein Problem. Könnt ihr das bestätigen?
3.2 Zusätzlich wird einem geraten, Pflegegeldleistungen hinzu zu fügen (Allianz PG5: 100%, 64€ pro Monat). Sinnvoll oder Panikmache? Bin noch "relativ" jung mit Ende 30.
3.3 Krankentagegeld über Inter KTA6 (ca. 30€ pro Monat). Sinnvolle Ergänzung?
3.4 Weitere Versicherungen besitze ich auch (Zahnzusatz o.ä.) und würde darauf auch verzichten wollen. Fahre ich damit gut bzw. vergleichbar mit Deutschland in der Schweiz?

4. Bank-Konto: Welche Bank könnt ihr empfehlen? YUH bietet momentan keine Kontoeröffnung an für Deutschland. Habe jetzt einen Termin bei der UBS für ein Grenzgängerkonto und würde über einen Wise Account dann den Transfer auf mein deutsches Konto vollziehen. Habt ihr hier andere Empfehlungen?

5. Wohnungssuche Zürich: Ich wohne in Berlin und kenne schon einen sehr angestrengten Wohnungsmarkt. Von daher stresst mich die Situation nicht und ich werde wahrscheinlich erstmal möbliert mieten. Hat jemand Erfahrungen mit dem City Pop Anbieter? Preislich in meinem finanziellen Rahmen und sicherlich für die Wohnungssuche vor Ort erstmal eine Alternative.
5.1 Ich würde gerne in Zürich selbst wohnen, weshalb ich mir bewusst bin, dass ich wohl für eine 1-Zimmer-Wohnung 2000 CHF einplanen sollte. Budget ist nicht erreicht, aber gerne würde ich innerhalb dieser Grenze bleiben. Gibt es allgemeine Tipps für die Suche?

6. Transport: Werde alles per ÖPNV machen. Swisspass habe ich schon bestellt. Wird dann ein Abo. Ist noch etwas zu beachten?

Ich bedanke mich jetzt schon bei allen Antwortenden :).

Viele Grüße
Herki

Dominik_0212
02.03.2026, 22:25
Hallo Herki,

Habe teilweise eine sehr ähnliche Situation - ich melde mich morgen mal bei Dir, entweder wieder hier oder per PN. :)

blarch
04.03.2026, 07:55
Hallo Herki

Ich lebe schon seit fast 30 Jahren in der Schweiz und bin mittlerweile auch eingebürgert. Ich versuche mal auf ein paar Deiner Fragen zu antworten.


1. Bewilligung: Grenzgänger-Bewilligung wird über den Arbeitsgeber beantragt. Wie schnell ist dieser Prozess? Sind hier 1 Monat Puffer ausreichend? Neben Arbeitsvertrag, Kopie Ausweis und Meldebestätigung vom deutschen Wohnsitz, welche Unterlagen sind ggf. noch notwendig?
Die Schweizer Behörden und Ämter arbeiten sehr kundenorientiert und wenn Dein AG alle Unterlagen einreicht, solltest Du die Bewilligung spät. innerhalb einem Monat (wahrscheinlich auch schon schneller) erhalten.


2. Das gute Thema Steuern: Aufgrund der 60-Tage-Regelung werde ja voll in der Schweiz besteuert und muss nur meine Einnahmen in Deutschland (Zinsen, Dividenden) im Progessionsverhalten versteuern. Zumindest so mein Recherchestand. Hat hier jemand Erfahrungen? Was muss ggf. beim Finanzamt schon "angemeldet" werden?
Dazu kann ich Dir nicht 100 etwas sagen, da ich meinen Wohnsitz in der Schweiz habe. Was ich aber weiss ist, dass nicht nur die 60-Tage-Regelung gilt, sondern auch wo Dein Lebensmittelpunkt ist. Wenn Du jedes Wochenende nach D reist, Du nur Wochenaufenthalter bist und Deine Familien in D wohnt, könnte das FA in D Deinen Lebensmittelpunkt in D annehmen und Dich auch dort besteuern wollen :bgdev:


3. Versicherungen: Ich würde hier eine Basis-Absicherung über die KVG mit 300 CHF Franchise und 10% Selbstbehalt wählen. Behandlungen in Deutschland und der Schweiz. Freie Arztwahl. Freie Wahl der deutschen Aushilfskasse (würde bei meiner aktuellen GK bleiben wollen). Zu den Fragen:
3.1 Das Angebot von der Sympany sind 227 CHF, Swica 241 CHF. Habe bisher nur Ratschläge gegen die Sympany gehört. Wer kann dies bestätigen?
Ich bin schon seit jeher bei der Swica und kann diese nur ausnahmslos empfehlen. In der Schweiz ist es ja so, dass Du im Prinzip privat versichert bist und die Artzrechnungen erst einmal selber zahlen musst. Bei der Swica habe ich das Geld immer sofort zurückerstattet bekommen, das kann bei anderen Kassen auch schon mal Wochen dauern oder zu Diskussionen führen.


3.2 Zusätzlich wird einem geraten, Pflegegeldleistungen hinzu zu fügen (Allianz PG5: 100%, 64€ pro Monat). Sinnvoll oder Panikmache? Bin noch "relativ" jung mit Ende 30.
Ist das für die Schweiz oder für D? In CH ist dies sicherlich nicht notwendig.


3.3 Krankentagegeld über Inter KTA6 (ca. 30€ pro Monat). Sinnvolle Ergänzung?
Auch hier frage ich mich ob das für die Schweiz oder D sein soll? In der CH sehe ich das als nicht notwendig an.


3.4 Weitere Versicherungen besitze ich auch (Zahnzusatz o.ä.) und würde darauf auch verzichten wollen. Fahre ich damit gut bzw. vergleichbar mit Deutschland in der Schweiz?
Wichtig zu wissen ist, dass die KK-Versicherung in CH keine Zahnbehandlungen zahlt und man diese (teuer) selber versichern lassen muss. Eine Zahnversicherung aus D wird wahrscheinlich keine Behandlung in der CH zahlen, da diese hier um ein vielfaches teurer ist als in D. Ob und was Du hier noch abschliessen möchtest, musst Du selber wissen.


4. Bank-Konto: Welche Bank könnt ihr empfehlen? YUH bietet momentan keine Kontoeröffnung an für Deutschland. Habe jetzt einen Termin bei der UBS für ein Grenzgängerkonto und würde über einen Wise Account dann den Transfer auf mein deutsches Konto vollziehen. Habt ihr hier andere Empfehlungen?
UBS ist sicherlich nicht schlecht, wird aber die teuerste Alternative sein. Ich bin bei der ZKB und habe Konten bei der Swissquote und bei Yuh. Wenn es kostengünstig sein soll, würde ich Yuh empfehlen.


5. Wohnungssuche Zürich: Ich wohne in Berlin und kenne schon einen sehr angestrengten Wohnungsmarkt. Von daher stresst mich die Situation nicht und ich werde wahrscheinlich erstmal möbliert mieten. Hat jemand Erfahrungen mit dem City Pop Anbieter? Preislich in meinem finanziellen Rahmen und sicherlich für die Wohnungssuche vor Ort erstmal eine Alternative.
5.1 Ich würde gerne in Zürich selbst wohnen, weshalb ich mir bewusst bin, dass ich wohl für eine 1-Zimmer-Wohnung 2000 CHF einplanen sollte. Budget ist nicht erreicht, aber gerne würde ich innerhalb dieser Grenze bleiben. Gibt es allgemeine Tipps für die Suche?
Ich kenne City Pop, da ich mit denen schon geschäftlich zusammengearbeitet habe ;)
Ist ein seriöser Anbieter und kann ich empfehlen. Alternativ gibt es auch noch Tomo Domo und Numa.

Der Wohnungsmarkt in Zürich ist sehr angespannt. Als Tipp gibt es hier eigentlich nur Vitamin B und Glück. Nach Wohnungen suchen kannst Du auf www.homegate.ch


6. Transport: Werde alles per ÖPNV machen. Swisspass habe ich schon bestellt. Wird dann ein Abo. Ist noch etwas zu beachten?
Der Swisspass ist erst einmal kein Abo. Den Swisspass benötigts Du um die Abos zu kaufen ;)
Welches Abo für Dich am besten ist, hängt davon ab was Du benötigst. Es gibt hier sehr viele Optionen, z.B.:

Halbtax: 50% Rabatt auf alle Tickets
Halbtax-Plus: Zusätzlich zum Halbtax, Man kauft ein gewisses Guthaben und bekommt einen Bonus geschenkt, welchen man in einem Jahr benutzten kann
ZVV-Abo: Zonenabo für den ÖV in und um Zürich (monatlich oder jährlich)

Was für Dich am Besten ist musst Du selber schauen. Mein AG z.B. hat als Benefit einen vergünstigen ZVV-Bonus-Pass für die Angestellten, mit dem ich den ganzen Verbund nutzen kann.

lordbre
04.03.2026, 09:46
Wolfgang: :verneig:

primero
04.03.2026, 11:48
Zum Theman Bank-Konto:

Wir haben uns als Firma damit beschäftigt, weil wir Kunden in der Schweiz haben und für laufende Rechnungen und Zollabwicklungen ein CHF Konto benötigen.

Unsere Anfragen bei den Banken in der Schweiz waren wenig erheiternd; wir sollten im 7-bis 8-stelligen Bereich Vermögen zu den jeweiligen Banken (deutliches Zürich-Land-Gefälle) transferieren, dann würde man uns auch ein (knackig teures) Geschäftskonto einreichten.

Wir haben dann hier am Bodensee rumgefragt und da es hier etliche Mitbürger gibt, die in der Schweiz arbeiten, gibt es für diese auch Lösungen.
Die Sparkasse Hochrhein kann ich sehr empfehlen. Du bekommst dort ein normales Girokonto und zusätzlich ein CHF-Konto für Deine Gehaltseingänge und Deinen Zahlungsverkehr in der Schweiz. Zwischen den beiden Konten kannst Du Geld völlig problemlos hin- und herschieben. Und die Kosten entsprechen nicht denen der Banken aus der Schweiz. Du hast nur keine schweizerischen EC- / Kreditkarten, aber das läßt sich ja auch anders (auch kostenlos) lösen.

Beste Grüße,
André

Herki
04.03.2026, 12:16
Danke euch!

Eine schnelle Frage bzgl. der Grenzgängerbewilligung, die ja auch für vieles die Grundlage ist: Laut meiner Recherche sind nur eine aktuelle Meldebescheinigung, eine Kopie des Ausweises und des Arbeitsvertrages notwendig. Stimmt das?

Auf die weiteren Antworten gehe ich separat noch ein.

Viele Grüße
Herki

blarch
04.03.2026, 14:22
Unsere Anfragen bei den Banken in der Schweiz waren wenig erheiternd (...) dann würde man uns auch ein (knackig teures) Geschäftskonto einrichten.
Auch hier würde ich Yuh empfehlen. Die haben ein kostenloses Multiwährungskonto inkl. kostenloser Kreditkarte und kostenloser Überweisung innerhalb CH und FL sowie EU. Und es ist immer gut ein CH-Bankkonto zu haben ;)

Für einen Vergleiche der Krankenkasse etc. kannst Du auch bei www.comparis.ch schauen, aber vielleicht kennst Du die Seite ja schon.

Bzgl. der Voaussetzung der Grenzgängerbewilligung bin ich bei meiner Recherche im Internet auf folgendes gestossen:

- Gültige Staatsbürgerschaft eines EU/EFTA-Staates
- Arbeitsvertrag
- Wohnsitz: Wohnsitz in der ausgewiesenen Grenzzone des Nachbarlandes (Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich, Liechtenstein)

Die von Dir genannten Unterlagen sind also korrekt, könnten sich aber von Kanton zu Kanton unterscheiden. Hier gilt anscheinend der Nachweis, dass du im Grenzgebiet wohnst (max. 30 km Luftlinie zur Grenze, mit Ausnahmen je nach Bundesland). Ob es für Dich eine Ausnahme gibt, müsstest Du erfragen. Weiter wird eine regelmässige Rückkehr an den Hauptwohnsitz verlangt.

Innerhalb von 3 Monaten musst Du Dich dann bei einer Krankenkasse in der Schweiz oder einer Versicherung im Wohnland anmelden.

Bzgl. Steuern habe ich mal bei uns im HR nachgefragt. Anscheinend ist es bei Grenzgängern so. dass die Hauptsteuerpflicht im Wohnland (Deutschland) anfällt und die Schweiz 4.5% Quellensteuer abzieht, welche in Deutschland voll angerechnet wird. Allerdings wurde hier auch gesagt, dass ein Grenzgänger täglich an den Wohnort zurückkehren muss. Ob Du als Wochenaufenthalter eine Grenzgängerbewilligung bekommst, müsstest Du erst noch abklären.

blarch
04.03.2026, 14:33
Noch was zur Krankenversicherung. Ich würde hier auf keinen Fall die tiefste Franchise von CHF 300 wählen, sondern immer den höchsten mit CHF 2'500. Grund hierfür ist, dass die Prämien bei der tiefsten Franchise so viel höher sind, dass Du diese schon nach einem Jahr ohne grosse Arztbesuche locker wieder eingespart hast. Ausserdem muss Dir bewusst sein, dass Du zuerst vollumfänglich die Franchise selber zahlst und danach immer 10% Selbstbehalt hast.

Wenn Du noch Fragen hast, kannst Du mich auch gerne per PN anfragen.

blarch
04.03.2026, 14:42
Ich habe bei Comparis mal die Prämien bei der Swica im Standardmodell mit Wohnort Zürich und Geburtsjahr 1980 vergleichen.

Franchise 300 = Prämie 602.45 pro Monat = 7'229.40 im Jahr
Franchise 2'500 = Prämie 483.15 pro Monat = 5'797.80 im Jahr

Die Differenz beträgt also CHF 1'431.60 und je nachdem wie oft Du zum Arzt gehst, "lohnt" sich die tiefere Franchise nicht wirklich, da Du ja ab CHF 300 noch 10% Selbstbehalt tragen musst und die Prämien auch teurer sind.

Ich würde auch mal schauen, was es für Einsparmöglichkeiten gibt. Z.B. habe ich das Telmed-Modell, wo ich freie Arzt- und Spitalwahl habe, vor dem Arztbesuch aber kurz bei der KK anrufen muss. Da ich sowieso nicht gerne zum Arzt gehe, hilt mir diese erste Einschätzung immer erst mal weiter.

Eureka
04.03.2026, 18:34
Steuer als Grenzgänger ist kompliziert. Es gibt die 60 Tage Regelung und die 180 Tage Regelung und dann noch besondere Regelungen für leitende Angestellte. Am besten mal einen Steuerberater im Grenzgebiet kontaktieren, es gibt ein paar Dinge die man beachten sollte. Es gibt auch ein Merkblatt zur Doppelbesteuerung Deutschland/Schweiz das kann man sich auch mal anschauen.

Eureka
04.03.2026, 18:38
Bezüglich Krankenkasse kann man problemlos in die deutsche Gesetzliche zurück, als Grenzgänger ist man auch in D durch eine deutsche Partner Versicherung versichert, die kann man sich aussuchen und dann in D zum Arzt. Klappt gut. Ich war fast 20 Jahre Grenzgänger du kannst mich auch gerne mal mit PN kontaktieren.

blarch
04.03.2026, 20:14
So wie ich das verstanden habe, möchte Herki Wochenaufenthalter und sein, was das dann kein Grenzgänger wäre!

Herki
07.03.2026, 13:19
Hallo Blarch,

laut meiner Recherchen, wird ein Wochenaufenthalter mit der selben Bewilligung G behandelt, muss nur seinen Aufenthalt bei der bei den jeweiligen Ämter angeben. Steuerlich natürlich anders betrachtet, da ich nicht jeden Tag nach Hause kehren kann (Zumutbarkeit). Liege ich hier falsch?

Danke für eure sehr hilfreichen Antworten!

VG
Herki

blarch
07.03.2026, 15:05
Hallo Herki

Unter gewissen Voraussetzungen könntest Du eine Grenzgängerbewilligung erhalten. Die genau Auskunft kann Dir aber nur das zuständige Amt geben. Mit dem Wochenaufenthalterstatus (60-Tage-Regelung) wirst Du steuerlich dann in der Schweiz besteuert werden. Aber Vorsicht, je nachdem könnte das FA in D trotzdem Dein Lebensmittelpunkt in D vermuten und dich dann auch in D besteuern wollen. Dies vor allem, wenn die Familien noch in D lebt und Du jedes WE nach D zurückkehrst.

timob
08.03.2026, 16:25
Ich komme aus der Region Zürich und habe mein Leben lang um und in Zürich gewohnt. Bezüglich Wohnung, hier würde ich schauen eine Wohnung wirklich in zentrumsnähe zu suchen und wenn einem das nicht ganz so wichtig ist kann man auch gut Gemeinden direkt in der Umgebung anschauen. Dübendorf rund um den Bahnhof Stettbach (der die Stadtgrenze ist), ist zum Beispiel auf Grund des tieferen Steuerfusses interessant (insofern, als Grenzgänger dieser auch relevant ist). Zudem gerade wenn man oft am Flughafen ist, einen Ort wählen, der in diese Richtung gut angeschlossen ist.

Einige Regionen der Stadt z.B. Höngg, Wolishofen, Albisrieden, Seebach, etc. sind teilweise schlechter an die Stadt angebunden, als Gemeinden die direkt angrenzen und eine gute ÖV Verbindung haben.

Bezüglich Krankenkasse bin ich beim gesetzlich verpflichtenden Teil immer bei der günstigsten, da die Leistungen sowieso vom Staat vorgegeben sind und bei den Zusatzversicherungen bei einer anderen Krankenkasse.