Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Rolex CPO: Alle Zweifel beseitigt....
Wer kauft schon gebrauchte Rolex Uhren im Durchschnitt 30% über Markt?
Wer verkauft schon Rolex Uhren 30% unter dem üblichen EK-Preis anderer, renommierter Händler?
die neuesten Zahlen der schweizer Vontobel Bank zeigen: Ganz, ganz viele tun das!
Wäre CPO eine eigene Uhrenmarke, wäre sie umsatztechnisch unter den top 10! 8o
Das ist schon sehr beeindruckend wie ich finde und ich hätte das so sicherlich nicht erwartet :verneig:
https://www.hodinkee.com/articles/rolex-trimmed-production-in-2025-according-to-swiss-bank-vontobel
spacedweller
23.02.2026, 10:58
wir waren Samstag beim Bucherer in FFM. Im Laden nicht viel los, dafür im CPO ca. 8-10 Leute, die sich Uhren haben zeigen lassen. Das scheint wirklich zu laufen, obwohl man sich bei den Preisen nach wie vor die Augen reibt. 116610 von 2014 für 14K usw....
ich war am Samstag auch bei Bucherer in FFM und ich (und auch der Uhrmacher) fanden, es war verhältnismäßig sehr viel los :D
Vielleicht hast du mich im CPO Bereich sitzen sehen. War allerdings nicht wegen CPO dort ;)
EX-OMEGA
23.02.2026, 11:45
Ganz ehrlich, 500 Mio. für das CPO Geschäft finde ich jetzt nicht so wahnsinnig hoch. Es gibt einige US Händler die jeweils schon an die 100 Mio. mit Gebrauchtware erzielen. Auch gemessen an den "Gesamtmarkt gebrauchter Uhren" von rund 25 Mrd. ist das relativ gesehen, nicht sonderlich hoch.
Anders gerechnet; Wenn ich davon ausgehe, dass alle Rolex Konzessionäre das CPO integriert haben, also rund 1.500 Stores, dann sind das rund 333.000 € pro Händler. Mal ehrlich, das ist mal nichts ;)
Von den 1.360 POS sollen etwa ein Viertel über Rolex CPO verfügen. Dann wären's zumindest schonmal knappe 1,5 Mio. Pro Händler.
shocktrooper
23.02.2026, 13:15
Find nur ich die Zahlen bemerkenswert gut? Wenn ein Einzelkonzi mit CPO bald genau so viele oder gar mehr gebrauchte Rolex dreht als mit neuen - bei höherer Spanne?
Hatte die Tage irgendwo gelesen, dass ein großer Konzi, ich meine, es war Watches of Switzerland, mit Rolex CPO mittlerweile mehr Umsatz macht als mit jeder der anderen bei ihm gelisteten Marken - mit Ausnahme von Rolex selbst natürlich. Auch das fand ich bemerkenswert.
juwelier
23.02.2026, 13:44
diese Rolex CPO's sind meine letzen verbliebenen Kunden ;)
mich wundert das nicht da der Gebrauchtmarkt X mal größer ist wie der für neue Uhren
Über CPO bekommt man wenigstens eine. Rolex.
AndreasL
23.02.2026, 13:46
Das klingt wirklich spannend für die Teilnehmer. Somit doppeltes Geschäft mit vermutlich interessanteren Margen.:gut:
lammargy
23.02.2026, 13:47
Ich find’s interessant, auch und vor allem das riesige Angebot und schau mir die Uhren regelmäßig und gerne im Netz, zB bei Bucherer an. Man weiss halt, was man kauft. Davon gehe ich zumindest aus. Bin aber bereits einen Schritt weiter: Habe mir vor einiger Zeit von Privat eine gebrauchte CPO (16613) geleistet, also eine gebrauchte Gebrauchte sozusagen, weit (gute 30%) unter CPO Preis – war allerdings bereits nach kurzer Zeit über den hiesigen Konzi zurück ins Werk wegen schwer bedienbarer Krone – hat dann aber alles dank CPO Garantie einwandfrei geklappt – tolle Uhr
ein michael
23.02.2026, 13:47
Ein bisschen kann ich das nachvollziehen. Für viele sind die 5 stelligen Referenzen „schöner“. Nicht jeder mag Chrono24 und Co. Also, beim bekannten Konzi gucken, live sehen und begrabbeln. Auswahl an sofort verfügbaren 5 stelligen oder 6 stelligen Referenzen, kein Wartelistengeseier. Also sehen, freuen, kaufen. Passt doch.
wobei ich im CPO Programm schon einige "totpolierte" Uhren auch gesehen habe. Da sind also nicht alle so, als hätten sie frisch das Werk verlassen
Da stimme ich dir zu. Aber die Interessenten kaufen CPO mit Garantie und bei einem offiziellen Rolex Konzi. Seriosität Vertrauen werden hier vorausgesetzt und somit sind diese Käufer auch bereit den Aufschlag zu zahlen.
Gruß Wolfgang
EX-OMEGA
23.02.2026, 15:41
Von den 1.360 POS sollen etwa ein Viertel über Rolex CPO verfügen.
Okay, da hatte ich andere Infos. Danke Percy :dr:
1,5 Mio. pro CPO Händler ist doch ein nettes Zusatzgeschäft, da muss man viele Breitlings für verkaufen. Rolex hat aus meiner Sicht alles richtig gemacht: Man bietet eine sichere Quelle für den Kauf aus 2. Hand, sorglos und inklusive einer Aufarbeitung/Revision sowie weltweiter Herstellergarantie. Natürlich kostet das mehr, als der Kauf bei irgendeinem Grauen oder von Privat, bei dem die Masse nie wirklich weiß, was Sache ist.
ligthning
23.02.2026, 16:00
wobei ich im CPO Programm schon einige "totpolierte" Uhren auch gesehen habe. Da sind also nicht alle so, als hätten sie frisch das Werk verlassen
:gut:
Da sehen manche schon im Fenster schlimm aus.
Wobei auch das nichts anderes als ein Abbild des normalen Marktes ist, nur mit Sicherheit und (technischer) Garantie. Bei jedem Grau- oder Privatkauf gibt es totpolierte Exemplare, spiegelt sich ja dann im Preis. CPO heißt nicht neu.
Borkenkaefer
23.02.2026, 16:10
Buy the Seller halt :-D
Man munkelt das es das neue „Beikauf“ Geschäftsmodell ist, für Leute die keinen Schmuck mögen :ka::grb:
Gebrauchte günstig da lassen, CPO teuer mitnehmen und ne Wunschrolex zur Liste. :bgdev:
Wird aber bestimmt wieder nur eine Gerücht sein :supercool:
John Tree
23.02.2026, 17:41
Das ist jetzt nur mein subjektives Empfinden, aber gefühlt rennt es momentan so ab:
Die Konzis verkaufen ganz selten dann doch die eine oder andere Uhr an einen braven Deppen, der auch ordentlich Schmuck und Bullshit gekauft hat, damit sich keine unnötigen Gerüchte bestätigen.
Der Rest geht über irgendwelche Schatzerl mehr oder weniger direkt an die Grauen.
Also ich verstehs wenns schwierig ist an eine Panda zu kommen, aber gefühlt darf man ja mittlerweile schon für eine Exp2 einen Kniefall machen.
Und ich hab mir die CPOs angesehen, also wirklich besonders aufwändig und großartig sind die nicht aufgearbeitet. Bei den älteren Modellen teilweise Dellen in den Schliesen, naja... wer den Künstler "WatchesSPA" kennt... so würd ich mir das vorstellen für CPO.
Also richtig überzeugt bin ich nicht, und die Preise sind sowieso ein schlechter Witz.
ehemaliges mitglied
23.02.2026, 19:42
Der große Pluspunkt des CPO‘s ist Sicherheit. Die Angst, einer Fake-Watch oder einem Klon aufzusitzen ist bei vielen immens hoch wenn es um solch stolze Summen geht.
Man merkt auch einfach, dass sich Rolex (ohne Wertung) zu einer stark vertretenden Marke entwickelt und das nicht nur in der Oberschicht.
Und wenn man sich als „Normalverdiener“ für eine Uhr einen ganzen Batzen Geld vom Mund ab spart (oder vielleicht sogar finanziert) dann möchte der normalverdiener Sicherheit das er eben keine Fake oder Klon erwischt. Gekoppelt mit ner Garantie ist das etwas für das „mengengeschäft“ welches keine Lust auf Wartezeit oder Historie aufbauen hat geschweige denn Geld über für einen Beifang, da es eh meist bei diesem einen Stück bleibt.
Ich glaube man muss die Kundenklassifizierung betrachten. Nobelschröder mit nem Budget von 30-50teur p.A. für Uhren wird auch weiterhin bei seinem Konzi kaufen.
Der „Otto-Normalo“ wird da dann eher im CPO beglückt. Gepaart mit Sicherheit und Verfügbarkeit.
Wobei man ja auch sagen muss: Wer einen guten Draht zum Konzi hat und nicht sofort ne Pepsi oder ne Panda will, hat ja auf alles andere inzwischen ziemlich entspannte Wartezeiten. So geht es mir zumindest.
Tja, jeden Tag steht ein Dummer auf, man muss ihn nur finden. Und davon scheint es mehr zu geben als gedacht. ;)
Wenn ich Konzi wäre und das Konzept funktioniert, dann würde ich den Leuten mit CPO vermutlich auch das Geld abknöpfen. Man kann es den Konzis zumindest nicht verübeln.
Klar verdienen die so viel damit. Bei den lächerlichen Ankaufspreise und den horrenden Verkaufspreisen bleibt pro Uhr mindestens 6-8 Mille hängen
juwelier
23.02.2026, 23:03
Mir kommt es so vor als gäbe es große Preisunterschiede zwischen verschiedenen CPO's
einer dieser CPO's aus Frankreich hatte erst vor kurzem eine 118209 Weissgold mit Papieren um 2000 für 20.9K drinn, was ich trotz des unbeliebteren Materials und Lünette aber am Präsident Band mit Cherry Blatt und Papieren als preiswert erachte, zumindest für CPO.
Das ist jetzt nur mein subjektives Empfinden, aber gefühlt rennt es momentan so ab:
Die Konzis verkaufen ganz selten dann doch die eine oder andere Uhr an einen braven Deppen, der auch ordentlich Schmuck und Bullshit gekauft hat, damit sich keine unnötigen Gerüchte bestätigen.
Der Rest geht über irgendwelche Schatzerl mehr oder weniger direkt an die Grauen.
Also ich verstehs wenns schwierig ist an eine Panda zu kommen, aber gefühlt darf man ja mittlerweile schon für eine Exp2 einen Kniefall machen.
Und ich hab mir die CPOs angesehen, also wirklich besonders aufwändig und großartig sind die nicht aufgearbeitet. Bei den älteren Modellen teilweise Dellen in den Schliesen, naja... wer den Künstler "WatchesSPA" kennt... so würd ich mir das vorstellen für CPO.
Also richtig überzeugt bin ich nicht, und die Preise sind sowieso ein schlechter Witz.
Der Aussage kann ich so überhaupt gar nichts positives abgewinnen. Es gibt seriöse und empfehlenswerte Konzis. Dort bekommt man mit etwas Wartezeit seine Rolex. Natürlich muss man für Daytona oder Pepsi schon länger als Kunde bekannt sein und vielleicht ist es nützlich auch Interesse an Schmuck und anderen Uhrenmarken zu haben. Warum Rüschenböck seine Konzession verloren hat ist doch bekannt. Bin mir sehr sicher wenn ein Konzi es zu weit treibt wird Rolex schnell handeln.
Mir wurde vor ein paar Monaten die EX II angeboten, hab die Uhr aber abgelehnt weil ich die Zeiger als überproportional groß empfinde. Ein Bekannter hat vor ein paar Wochen eine Bruce Wayne erhalten - ohne Kauf von Schmuck oder einer entsprechenden anderen Uhr.
donesteban
24.02.2026, 07:15
gibt auch andere Gründe, keine neue Uhr zu nehmen. Beispiel Explorer II, bei der ist es was mehr als nur das etwas andere Design. 42mm (aktuell) ist eben grosser als 40mm. Will man die kleinere, muss gebraucht gekauft werden. Und wenn das mit was mehr Sicherheit geht, warum nicht? Erst recht, wenn man lange darauf sparen musste. Wenn man es sich problemlos leisten kann, da nochmals einen hohen Betrag rein zu stecken, weil die Uhr eben doch nicht OK war, dann kann man es eher sein lassen, den CPO Aufpreis zu zahlen und das Risiko zu nehmen. Super Clones von älteren Uhren sind ja weniger das Problem. Da geht es meist eher um Pfuscherei am Werk, ein nicht originales Armband und bei seltenen ZB mit hohem Aufpreis natürlich auch um Fake ZB.
Babbelschnuut
24.02.2026, 11:15
So ist es !!:dr:
Die Angst vor Rolex-Fakes treibt das CPO-Geschäft.
Frauscher
24.02.2026, 14:48
Rémi Corpataux hat kürzlich bei einem Event in der Münchner CPO-Boutique gesagt, die Zielgruppe für Rolex CPO sind die, die sich einen gebrauchten 11er lieber im PZ mit approved Garantie holen. Auch da zahlt man für Sicherheit einen Zuschlag.
Schmackofatz
24.02.2026, 16:38
Tja, jeden Tag steht ein Dummer auf, man muss ihn nur finden. Und davon scheint es mehr zu geben als gedacht. ;)
Eigentlich wollte ich ja nach dem allerseits bejubelten "Pottshot" hier nix mehr großartig schreiben, aber was interessiert mich mein Gerede von gestern und ich werde nach diesem Beitrag hier wohl auch erst einmal wieder auf Tauchgang gehen.
Ich saß jetzt fast 24 Stunden auf den Fingern, aber sowas kann ich einfach nicht unkommentiert stehen lassen, zumal es mich als CPO-Kunde persönlich betrifft und ich hier quasi als Depp hingestellt werde.
In meinen Augen ist nicht der CPO-Kunde der Dumme, sondern derjenige, der sowas behauptet und das hier Geschriebene hat für mich das Niveau des kleinen Mannes.
Jemand, der einen CPO-Kunden als "dumm" bezeichnet läuft vermutlich mit dem Handy durch den Klamottenladen und scannt die Preisschilder ab, ob's das Camp David T-Shirt online noch günstiger gibt und freut sich bei IKEA über leckere Kotböller für 5,99 Euro der große Teller, inklusive Sättigungsgefühl und Aufstoßen bis weit nach Mitternacht. Und erzählt stolz im Freundeskreis herum, dass er immer nur das Olivenöl bei Aldi für 2,99 Euro in der 2-Liter-Flasche kauft, weil das ja qualitativ mindestens genauso gut ist als das aus dem Feinkostladen für 30,00 Euro in der 500ml Flasche. Aber Hauptsache 'ne Rolex am Arm, irgendwie muss man sich ja von den anderen abheben.
Es gibt aber noch eine andere Schicht an Menschen, die mit sowas wie Kleinanzeigen oder Uhrenhändlern mit zweifelhaften Ruf schlicht und ergreifend einfach nichts zu tun haben, eben weil sie in einer anderen Schicht leben und agieren. Das hat nicht unbedingt etwas mit Angast vor Fälschungen zu tun, vermutlich haben diese Menschen die Begrifflichkeit des "Superclons" noch nicht einmal zu Gehör bekommen. Niemand würde auch nur ansatzweise auf die Idee kommen, eine Seite wie Kleinanzeigen etc. im Internet auch nur in die Browserzeile einzutippen, wenn er eine Uhr möchte.
Man geht eben einfach zu Bucherer & Co., weil man da schon immer hingegangen ist und es eben schon immer die erste Anlaufstelle war, wenn man sich etwas gönnen möchte oder wenn's um Uhren und Schmuck geht.
Hier weiß man, dass alles passt, wird ordentlich bedient und nicht über den Tisch gezogen. Und wenn es dann halt ein paar Euro mehr kostet, war es das Wert und es ist eben mal so. Gehört halt nun mal dazu.
Das gleiche gilt auch für die andere Richtung, beim Verkauf. Auch ich würde nicht persönlich in die Öffentlichkeit treten, wenn ich eine Uhr verkaufen möchte - dass sollen die Menschen für mich machen, deren Beruf das ist. Und es ist mir auch egal, ob ich jetzt ein paar Hundert oder Tausend mehr oder weniger bekomme, auf das "letzte Preis" Gelaber würde ich mich im Leben nicht einlassen.
Ich habe vor über 20 Jahren einmal versucht, einen 911er privat zu verkaufen. Das ich heute noch Lebe, ist ein Wunder, nachdem mir der potenzielle Kunde während der Probefahrt mitgeteilt hat, dass das Auto ab 280 km/h nicht mehr "so richtig zieht" und da eigentlich "noch was gehen müsste".
Punkt.
Platzger
24.02.2026, 16:53
:gut::gut::gut:
Abgesehen davon, dass ich mich ein wenig am Begriff "Schicht" in dem Zusammenhang störe, ich denke, die neudeutsche "Bubble" wäre da treffender gewesen, hast Du die Zielgruppe durchaus gut beschrieben. :gut:
Schmackofatz
24.02.2026, 17:18
Bei "Bubble" denke ich immer an Hubba-Bubba oder Bubble-Tee. ;)
Aber wenn's nur das ist, dann gerne doch. :)
Vielleicht kann man es auch so umschreiben, dass man einfach "unter sich" bleibt und mit der "Restwelt" nicht in Kontakt treten möchte.
Da geht es mehr um Verhaltensweisen als um monetäre Aspekte.
Eigentlich wollte ich ja nach dem allerseits bejubelten "Pottshot" hier nix mehr großartig schreiben, aber was interessiert mich mein Gerede von gestern und ich werde nach diesem Beitrag hier wohl auch erst einmal wieder auf Tauchgang gehen.
Ich saß jetzt fast 24 Stunden auf den Fingern, aber sowas kann ich einfach nicht unkommentiert stehen lassen, zumal es mich als CPO-Kunde persönlich betrifft und ich hier quasi als Depp hingestellt werde.
In meinen Augen ist nicht der CPO-Kunde der Dumme, sondern derjenige, der sowas behauptet und das hier Geschriebene hat für mich das Niveau des kleinen Mannes.
Jemand, der einen CPO-Kunden als "dumm" bezeichnet läuft vermutlich mit dem Handy durch den Klamottenladen und scannt die Preisschilder ab, ob's das Camp David T-Shirt online noch günstiger gibt und freut sich bei IKEA über leckere Kotböller für 5,99 Euro der große Teller, inklusive Sättigungsgefühl und Aufstoßen bis weit nach Mitternacht. Und erzählt stolz im Freundeskreis herum, dass er immer nur das Olivenöl bei Aldi für 2,99 Euro in der 2-Liter-Flasche kauft, weil das ja qualitativ mindestens genauso gut ist als das aus dem Feinkostladen für 30,00 Euro in der 500ml Flasche. Aber Hauptsache 'ne Rolex am Arm, irgendwie muss man sich ja von den anderen abheben.
Es gibt aber noch eine andere Schicht an Menschen, die mit sowas wie Kleinanzeigen oder Uhrenhändlern mit zweifelhaften Ruf schlicht und ergreifend einfach nichts zu tun haben, eben weil sie in einer anderen Schicht leben und agieren. Das hat nicht unbedingt etwas mit Angast vor Fälschungen zu tun, vermutlich haben diese Menschen die Begrifflichkeit des "Superclons" noch nicht einmal zu Gehör bekommen. Niemand würde auch nur ansatzweise auf die Idee kommen, eine Seite wie Kleinanzeigen etc. im Internet auch nur in die Browserzeile einzutippen, wenn er eine Uhr möchte.
Man geht eben einfach zu Bucherer & Co., weil man da schon immer hingegangen ist und es eben schon immer die erste Anlaufstelle war, wenn man sich etwas gönnen möchte oder wenn's um Uhren und Schmuck geht.
Hier weiß man, dass alles passt, wird ordentlich bedient und nicht über den Tisch gezogen. Und wenn es dann halt ein paar Euro mehr kostet, war es das Wert und es ist eben mal so. Gehört halt nun mal dazu.
Das gleiche gilt auch für die andere Richtung, beim Verkauf. Auch ich würde nicht persönlich in die Öffentlichkeit treten, wenn ich eine Uhr verkaufen möchte - dass sollen die Menschen für mich machen, deren Beruf das ist. Und es ist mir auch egal, ob ich jetzt ein paar Hundert oder Tausend mehr oder weniger bekomme, auf das "letzte Preis" Gelaber würde ich mich im Leben nicht einlassen.
Ich habe vor über 20 Jahren einmal versucht, einen 911er privat zu verkaufen. Das ich heute noch Lebe, ist ein Wunder, nachdem mir der potenzielle Kunde während der Probefahrt mitgeteilt hat, dass das Auto ab 280 km/h nicht mehr "so richtig zieht" und da eigentlich "noch was gehen müsste".
Punkt.
Ich kann da beide Sichtweisen sehr gut verstehen und es können ja deshalb auch diverse Märkte parallel existieren, weil es diverse Ansichten gibt.
Sachlich betrachtet geht es schlichtweg um ein und das selbe Produkt, wo man einfach Qualität mit dem Preis vergleicht.
Der eine hält es nunmal für dumm, wenn man für ein schlechteren Zustand viel mehr Geld ausgibt, als es marktüblich ist.
Der andere leistet sich diesen Luxus halt und witmet sich lieber anderen Dingen zu.
Da kann man dann ja auch alle für „dumm“ erklären, welche für eine gebrauchte Uhr mehr Geld ausgeben, als für eine Neue :bgdev:
Dieses „dumm“ müsste getauscht werden gegen das eigene Unverständnis :dr:
Für ganz viele Menschen gilt man übrigens als dumm, wenn man für eine neue Stahl Daytona beim Konzi den vollen Listenpreis zahlt bzw. das man überhaupt so viel Geld für eine Uhr ausgibt :bgdev:
löwenzahn
24.02.2026, 20:06
Es musste ja irgendwann so kommen, nach all dem Beschuss der CPO Käufer. Eine meiner Meinung sehr herablassende Beschreibung eines weniger wohlhabendenden Rolex Trägers. Nicht schön und verletzend.
Michael
Diesen Post verstehe ich jetzt aber auch nicht. „Weniger wohlhabend“ ? Woher kommt das jetzt?
löwenzahn
24.02.2026, 20:21
Diesen Post verstehe ich jetzt aber auch nicht. „Weniger wohlhabend“ ? Woher kommt das jetzt?
SNIP.......
Jemand, der einen CPO-Kunden als "dumm" bezeichnet läuft vermutlich mit dem Handy durch den Klamottenladen und scannt die Preisschilder ab, ob's das Camp David T-Shirt online noch günstiger gibt und freut sich bei IKEA über leckere Kotböller für 5,99 Euro der große Teller, inklusive Sättigungsgefühl und Aufstoßen bis weit nach Mitternacht. Und erzählt stolz im Freundeskreis herum, dass er immer nur das Olivenöl bei Aldi für 2,99 Euro in der 2-Liter-Flasche kauft, weil das ja qualitativ mindestens genauso gut ist als das aus dem Feinkostladen für 30,00 Euro in der 500ml Flasche. Aber Hauptsache 'ne Rolex am Arm, irgendwie muss man sich ja von den anderen abheben.........SNIP
Michael
Ich kann häufig bei den aufgerufenen Preisen von CPO nur den Kopf schütteln.
Allerdings nicht immer. Daher habe ich auch schon zwei CPO gekauft.
Eine davon habe ich zwischenzeitlich wieder abgegeben und habe den gezahlten Preis auch wieder erhalten.
Wenn man regelmässig schaut und einen Draht zu den Verkäufer*innen hat, dann bekommt man mit
etwas Glück auch mal gute Angebote.
Schmackofatz
24.02.2026, 21:07
Es musste ja irgendwann so kommen, nach all dem Beschuss der CPO Käufer. Eine meiner Meinung sehr herablassende Beschreibung eines weniger wohlhabendenden Rolex Trägers. Nicht schön und verletzend.
Michael
Die Verletzung fand bereits zuvor statt, als man mich als "dumm" bezeichnet hat, weil ich CPO-Kunde bin.
Diesen Post verstehe ich jetzt aber auch nicht. „Weniger wohlhabend“ ? Woher kommt das jetzt?
Defintiv nicht von mir.
"Nicht leisten wollen" ist nicht gleichzusetzen mit "nicht leisten können".
Bei Beifall für CPO muss man schon sehr optimistisch sein. Aus meiner Sicht ein Ertragssteigerungsprogramm für Konzis denen andererseits Marge weggenommen wird
100% Team Peter. Ich habe auch CPO gekauft. Ich schlafe ruhiger, weil ich weiß, dass die betreffende Uhr voll ok ist. Den Stress tue ich mir nicht mehr an, mit jemanden zu diskutieren, der glaubt, dass die Uhr voll ok ist, wenn sie es nicht ist.
Cheers Michael
Man sollte sich bei jedem Kauf wohlfühlen können. Aber mir wäre der Wohlfühlfaktor für eine alte Uhr keine 20-40 % Aufschlag wert. Andere Käufer mögen anders denken
Und voll ok ist halt auch relativ, habe da auch schon Uhren gesehen die kein zeitgemäßes Blatt mehr haben.
Wäre für mich ein absolutes Ausschlusskriterium für die Uhr, im CPO Programm angeboten für einen horrenden Preis.
Wenn ich es nicht überlesen habe war es nicht beschrieben, also da passt auch nicht immer alles.
Mal ganz davon abgesehen, das die Gehäuse oft echt nicht schön sind.
donesteban
25.02.2026, 07:24
Es gibt doch nicht nur die Möglichkeit Kleinanzeigen und zweifelhafte Händler oder die Konzis mit ihren CPO Angeboten. Es gibt auch seriöse Grauhändler, die schon viele Jahre im Geschäft sind und auch einen Ruf zu verlieren haben. Auch mit einem schönen Ladenlokal zum Anschauen und Anprobieren der Uhren. Auch mit gutem Service. Da würde ich mich nicht unwohler fühlen als bei einem Rolex Konzi. Und sicher ist es auch, die haben Leute da, wie was von Uhren verstehen und Fakes erkennen.
Die sind auch nicht so günstig wie von Privat, aber oft eben doch etwas günstiger als CPO.
Gründe doch eine CPO zu kaufen? Nun, wenn man eh nur bei einem Händler kauft, der auch Rolex Konzi ist. Alles da machen möchte, um gut an andere Uhren zu kommen, auf die man sonst lange wartet. Oder der nächste gute Grauhändler ist weit weg, der Konzi nah. Man muss nicht unbedingt 2 Stunden pro Weg fahren, wenn es nicht auf die letzten Euros ankommt.
Umgekehrt kann aber auch einiges für den grauhhändler sprechen. Wenn der Konzi sich ziert, man trotz einiger anderer Käufe schon sehr lange auf die beiden Rolex wartet, die man auf der Liste hat, kann man dem Konzi auch mal den Hinweis geben, dass man nicht ewig so weiter wartet, indem die eine der Uhren beim nächsten besuch eben schon am Arm ist. Nicht jeder bekommt eine Stahl Daytona innert 1 bis 2 Jahren, auch bei einigen sonstigen teuren Käufen beim Konzi.
Was reibt sich die Rolex-Fangemeinde am CPO Programm und dessen Kunden - unterhaltsam und bisweilen sehr
kleinkariert. Grauhändler fürchten den Wettbewerb, Sammler/Bastler fürchten Ersatzteilverknappung, andere fürchten
neue Service-Zwänge und ganz viele mögen einfach nicht die dort aufgerufenen Preise. Was für eine schöne Melange
für gute Unterhaltung. Mir gefällt auch die Upperclass-Facette, dass es Kunden gibt, die ganz bewusst den anderen
Quellen und Sammlern aus dem Weg gehen, um im Safespace des Konzessionärs alte Ware neu zu erwerben.
Mich beruhigt bei dieser gewählten Separierung, dass sich dieses Klientel, dann doch hier im Forum unter das bunte
und gemeine Sammlervolk mischt.
Mir gefällt CPO übrigens ganz großartig, finde die CI richtig toll und alleine der Mehrpreis hält mich häufig ab.
Und wer wo für wieviel kauft, ist in meinen Augen Jedermanns persönliche Entscheidung, die es zu respektieren gilt.
Gruß,
Gerrit
Uhr-Knall
25.02.2026, 08:22
Danke, Gerrit :gut:
donesteban
25.02.2026, 08:31
CPO scheint ja guten Anklang zu finden. Offenbar wird für die höheren preise auch ein Mehrwert geboten.
Ich hab bisher erst eine gebrauche Rolex gekauft. Und die war nicht CPO. Wäre wohl auch gar nicht als CPO gegangen. Die ist von 1973, meist sind die CPO Uhren günstiger. Was mir damals auch wichtig war: Nicht frisch poliert, sondern mit den Macken, die ein Gehäuse mit der Zeit bekommt. So sieht man, wie gross die sind. Eine perfekt gemachte Politur muss ja die Form nicht verschlechtern, aber leider sieht man oft auch nicht ganz so perfekte Polituren, wo dann z.B. die Lünette nicht mehr schön scharf geriffelt ist. Das finde ich wenige schön als ein, zwei Kratzer drinnen. Die Kratzer kommen sowieso wieder mit der Zeit.
Uhrendicki
25.02.2026, 09:50
Und wer wo für wieviel kauft, ist in meinen Augen Jedermanns persönliche Entscheidung, die es zu respektieren gilt.
Gruß,
Gerrit
:gut::gut:
100% Team Peter. Ich habe auch CPO gekauft. Ich schlafe ruhiger, weil ich weiß, dass die betreffende Uhr voll ok ist. Den Stress tue ich mir nicht mehr an, mit jemanden zu diskutieren, der glaubt, dass die Uhr voll ok ist, wenn sie es nicht ist.
Cheers Michael
Und voll ok ist halt auch relativ, habe da auch schon Uhren gesehen die kein zeitgemäßes Blatt mehr haben.
Wäre für mich ein absolutes Ausschlusskriterium für die Uhr, im CPO Programm angeboten für einen horrenden Preis.
Wenn ich es nicht überlesen habe war es nicht beschrieben, also da passt auch nicht immer alles.
Mal ganz davon abgesehen, das die Gehäuse oft echt nicht schön sind.
Genau hier liegt der Hund begraben. Wenn ich aus dem CPO Programm kaufe, erwarte ich eine Uhr, die in allen Teilen dem Auslieferungszustand entspricht, frisch gewartet und überprüft, so das Versprechen. Ich kenne mittlerweile genug Kunden, denen ich den Glauben nehmen musste, Ihre Uhr wäre eine alte Uhr, alles original aus 19schiessmichtot. Da stimmen Blätter und Zeiger nicht bis hin zu Kronen und Inlays...
Wenn sie das noch alles schaffen, Hut ab, dann ist der Mehrpreis in den meisten Fällen gerechtfertigt.
Wenn ich aus dem CPO Programm kaufe, erwarte ich eine Uhr, die in allen Teilen dem Auslieferungszustand entspricht, frisch gewartet und überprüft, so das Versprechen.
Hab ich so ehrlich gesagt nirgendwo gelesen und würde eigentlich auch nicht der Philosophie von Rolex entsprechen. Da tauscht man doch schließlich auch beim Service alles, was nicht mehr perfekt ist, gegen Neuteile. Warum sollte man es bei CPO also groß anders machen?
Original & Original sind ja zwei Sachen. Sind es Rolex Originalteile oder sind es Originalteile die zeitlich noch passen.
EX-OMEGA
25.02.2026, 10:39
Bin grad unterwegs, aber ich suche mal gerne Fotos raus, wo Rolex komplett versagt hat. Ein Konzi gibt eine 6263 in das Atelier. Drauf war eine Stahllünette einer 6265. Zürück kam sie mit Stahllünette, weil Rolex keine Bakelitte mehr hat. Dafür ist sie jetzt auch in dem mitgelieferten Buch mit Stahllünette abgebildet.
Kosten: 12 k - Teile eben nicht korrekt für die Referenz.
Die Politur der Uhren ist genauso Glückssache wie auch die verbauten Teile. Da macht Patek einen besseren Job.
Gebe Hansi und Michi da völlig Recht.
Steht denn dabei, dass es sich beispielsweise bei einer Tritium Sub nun um ein Tauschblatt handelt und ist es somit transparent für den Kunden? :ka:
Ich vermute nicht …
@Percy: Die Kunden, von denen ich weiss, hatten bei (alles nur Plexis) ihren Uhren die Erwartung, daß alles original wäre und ich denke, dieser Gedanke ist richtig und angebracht.
Wenn ich bei Daimler einen alten 6.9er kaufe aus einem CPO Programm (so es dies gäbe) würde ich auch den alten V8 erwarten und keinen neuen aus ner AMG Rutsche 40 Jahre später. Original wären sicher beide. Zeitkorrekt nicht.
ManInTheMirror
25.02.2026, 10:54
Genau das ist der Punkt, der den tiefer in der Materie steckenden "Kunden" aufstößt. Die angebotenen Vintage-Uhren, bei denen Blatt, Lünette und Co. durch moderne Originalteile ersetzt wurden und die zudem ambitioniert jenseits des Marktes bepreist sind. Das mag dem "normalen" Kunden nicht interessieren oder sagen wir er weiss es einfach nicht besser.
Ja, aber manche sehen dann einfach eine Uhr, die ihnen gefällt, und machen sich keine Gedanken um den Markt. Die kaufen einfach, was ihnen gerade gefällt.
Und das kann passieren- darf es aber nicht bei den aufgerufenen Tarifen für eine solche Aufarbeitung, da muss dann eine Erklärung zur falschen Lünette dabeistehen. Ansonsten kann ich mir das nur mit einem gewissen "Wenns-Dir-nicht-passt-Kunde-dann-geh-scheixxen"-Gefühl erklären, wie sich die Österreicher immer so verbindlich ausdrücken...
Peter hatte mir die Bilder geschickt, weil er zu doof ist, die bei 180 auf der Autobahn hochzuladen :D :rofl:
EX-OMEGA
25.02.2026, 11:07
Danke Michi…
Schmackofatz
25.02.2026, 11:07
Ja, aber manche sehen dann einfach eine Uhr, die ihnen gefällt, und machen sich keine Gedanken um den Markt. Die kaufen einfach, was ihnen gerade gefällt.
+100%
Ich war im Dezember abends auf einem Event bei Bucherer in FFM und hab' mich da vielleicht eine gute Stunde aufgehalten.
Hinten im CPO Bereich saß ich am Tisch und neben mir war eine wirklich hübsche, elegante und vielleicht 50-60jährige Frau, die sich vom einem Mitarbeiter 2-3 Bicolor-Modelle hat zeigen lassen. Gekauft hat sie dann eine Bicolor-Oysterquartz, nachdem der Berater ihr kurz zuvor erklärt hat, dass es sich hierbei um ein batteriebetriebenes Modell handelt.
Die Dame war einfach nur glücklich, sie fand das eckige Gehäuse "schick" und zudem viel praktischer, weil eine Batterieuhr ja nicht stehenbleibt.
Sie wusste schlicht und ergreifend bis wenige Minuten vor dem Kauf gar nicht, dass es auch eckige Batterieuhren von Rolex gab.
Und genau für sowas ist CPO doch toll, oder?
Die Frau geht aus dem Laden und freut sich tierisch über ihre neue alte Uhr.
Für die Welt der Serifen-Freaks, Fat Fonts MKI bis MK schlagmichtot und Schließencode-Fetischisten mag das nichts sein, aber der Markt ist eben mehr als vielschichtig.
mich beschleicht bei dem nerdigen Kauderwelsch mancher Insider doch auch gelegentlich der Verdacht, dass hier ein Nebelkerzen-Feuerwerk inszeniert wird. :ka:
dazu kommt, dass der Faktor Fachwissen für mich nur einen Teil des Profils darstellt. u.a. sind da z.B. noch die Motivation und charakterliche Integrität zu nennen.
Natürlich spielt Rolex CPO halt auch die eigene Marktmacht und Richtlinienkompetenz aus.
Uhrendicki
25.02.2026, 11:20
Die Frau geht aus dem Laden und freut sich tierisch über ihre neue alte Uhr.
Für die Welt der Serifen-Freaks, Fat Fonts MKI bis MK schlagmichtot und Schließencode-Fetischisten mag das nichts sein, aber der Markt ist eben mehr als vielschichtig.
Und genau darauf kommt es an. Kundin ist glücklich und alles ist gut. Und die Dame kann sich jederzeit (zB bei fälligem Service, Weiterverkauf, etc) auf das C im CPO berufen.
Für die Hardcore-Vintage-Gemeinde ist das natürlich nix, aber wie Peter oben richtig schreibt: der Markt ist mehr als vielschichtig (und so viele Menschen außerhalb unserer Bubble freuen sich über Nicht-Hype-Modelle wie BiCo mit Steinchen, usw)
Da gehe ich konform, der Kunde muss happy sein. Was in meinen Augen nicht geht: Unterschwellig Erwartungen wecken, wenn auch nicht explizit geschrieben, und diese dann nicht erfüllen (können). Es gibt auch Leute, die sich für Vintage interessieren, aber ängstlich sind- die fühlen sich dann angesprochen und fallen möglicherweise rein.
John Tree
25.02.2026, 12:18
CPO heißt nicht automatisch, die Uhr war bei Rolex und hat dort eine Verjüngungskur genossen.
Es kann auch sein, dass die bei einer Rolex zertifizierten Werkstatt war und überprüft wurde.
Das erklärt für mich den teilweise nicht makellosen Zustand.
Wenn die Uhren wie werksfrisch (oder zumindest Rolex Rundumservice inkl. Austausch nicht aufarbeitbarer Komponenten) im CPO landen würden, na dann wäre das schon was ganz anderes.
AndreasL
25.02.2026, 12:41
Sind wir da nicht wieder bei dem Punkt Rolex CPO und "Sonstiges" CPO? Sofern ich Percy richtig in Erinnerung habe, wird beim Rolex CPO zumindest eine Revi durchführt und die Uhr bei Rolex zertifiziert.
Genau. Revision / Aufarbeitung erfolgt in der Werkstatt des jeweiligen Konzessionärs, anschließend wird die Uhr bei Rolex selbst noch geprüft und zertifiziert.
obiwankenobi
25.02.2026, 12:51
Ich bin da ganz beim Peter.
Ich würde aber noch einen Schritt weiter gehen.
CPO bedeutet hier ganz klar: buy the seller.
Der Kunde kauft:
1. Sicherheit vor Fakes
2. Keine versteckte Service-Historie
3. Keine Diskussion bei späterem Service
4. Werthaltigkeit durch offizielle Herkunft
Der Preisaufschlag im CPO ist nicht für die Uhr. Er ist für das Gefühl von Kontrolle um das wissen, dass es eine "saubere" Uhr ist.
Deshalb kauft der Kunde die Sicherheit der Herkunft. Insbesondere wenn man bedenkt, wie gut Fakes geworden sind oder in Gelsenkirchen ganze Tresorräume leergeräumt werden.
@Percy: Die Kunden, von denen ich weiss, hatten bei (alles nur Plexis) ihren Uhren die Erwartung, daß alles original wäre und ich denke, dieser Gedanke ist richtig und angebracht.
Wenn ich bei Daimler einen alten 6.9er kaufe aus einem CPO Programm (so es dies gäbe) würde ich auch den alten V8 erwarten und keinen neuen aus ner AMG Rutsche 40 Jahre später. Original wären sicher beide. Zeitkorrekt nicht.
Genau. Original ja. Zeitkorrekt eher nein. Wobei man jetzt wieder diskutieren könnte, ob beispielsweise ein neues Lünetteninlay wirklich dem alten V8 entspricht oder nicht eher einem Satz neuer Reifen. Da erwartet man sich ja auch keine Originalen aus 1982. Aber ja, das wird der eine so, der andere so sehen. Wichtig ist die offene Kommunikation gegenüber dem Kunden, wobei ich da halt davon ausgehe, dass das Fachwissen hinsichtlich Vintage im Fachhandel nur selten so detailliert sein wird wie hier bei der ein oder anderen Koryphäe.
obiwankenobi
25.02.2026, 12:53
Genau. Original ja. Zeitkorrekt eher nein. Wobei man jetzt wieder diskutieren könnte, ob beispielsweise ein neues Lünetteninlay wirklich dem alten V8 entspricht oder nicht eher einem Satz neuer Reifen. Da erwartet man sich ja auch keine Originalen aus 1982. Aber ja, das wird der eine so, der andere so sehen. Wichtig ist die offene Kommunikation gegenüber dem Kunden, wobei ich da halt davon ausgehe, dass das Fachwissen hinsichtlich Vintage im Fachhandel nur selten so detailliert sein wird wie hier bei der ein oder anderen Koryphäe.
Aber ab wann wird das für den Kunden relevant? Innerhalb des CPO Programms sicherlich nicht.
Ich war kurz vor Valentinstag bei Bucherer, um mir ein paar IWCs anzuschauen, da kam eine Dame (Mitte 30) rein und sagte "Ich möchte meinem Mann eine Rolex zum Valentinstag schenken". Die Verkaufsberaterin musste kurz lächeln und meinte, dass je nach Modell mit Wartezeiten von 1-2 Jahren mindestens zu rechnen sei. Die Dame war erst schockiert. Dann hieß es, es gebe aber Vollgoldmodelle zum mitnehmen oder CPO. Die beiden gingen dann los, um sich die CPO Modelle anzuschauen. Weniger als 2 Minuten später verließ die Dame wieder das Geschäft.
Wenn man nicht im Game ist, ist es schwer jemandem zu erklären, dass eine gebrauchte und alte Rolex Uhr mit lediglich 2 Jahren Garantie teuerer ist als ein nagelneues Modell.
Es wurde hier ja schon der soziologische Ansatz bemüht. Ich möchte diesen noch einmal aufgreifen und exemplarische meine Situation im Vergleich zu der meines Schwagers schildern:
Ich sammle gewisse Dinge als Spaß an der Freude, er komplettiert bzw. ergänzt einfach nur seine Garderobe. Ich stecke viel Zeit in meine Sammelleidenschaften, er hingegen arbeitet sich 12-15 Stunden am Tag in der Kanzlei den Hintern ab und hat schlicht keine Zeit dafür, aktive Sammelhobbys zu pflegen. Familie hat er im Gegensatz zu mir ja auch noch. Uns beiden tut eine Uhr im höheren 4-stelligen Preisbereich nicht weh, ihm aber noch sehr viel weniger als mir. Gemessen an seinem Stundensatz würde er nichts dabei sparen, wenn er sich erstmal ins Game einarbeiten und andere Umstände auf sich nehmen würde, um gegenüber den CPO-Preisen dann ein paar tausend € zu sparen. Es sind zwei völlig unterschiedliche Lebensrealitäten, aus welchen völlig unterschiedliche Anforderungen hervorgehen. Und das betrifft dann eben auch den Kauf von Waren und Dienstleistungen. Noch deutlicher wird's, wenn's um andere Artikel mit noch größeren Preisdiskrepanzen geht: Wenn er eine Lederjacke braucht, geht er wie gewohnt bei nächster Gelegenheit beim Engelhorn vorbei und kauft sich dort EINE Belstaff zum Listenpreis von 1400€. Ich hingegen kenne den Markt und die Gegebenheiten in- aus auswendig und treffe mich an irgendwelchen Bahnhöfen mit irgendwelchen Leuten, um mir die Belstaff für rund 500€ zu meinen anderen zu hängen. Ist einer von uns beiden nun dumm? Ich denke nicht.
Uhr-Knall
25.02.2026, 14:30
Da gehe ich konform, der Kunde muss happy sein. Was in meinen Augen nicht geht: Unterschwellig Erwartungen wecken, wenn auch nicht explizit geschrieben, und diese dann nicht erfüllen (können). Es gibt auch Leute, die sich für Vintage interessieren, aber ängstlich sind- die fühlen sich dann angesprochen und fallen möglicherweise rein.
Und genau das habe ich tatsächlich auch erwartet. Das eine Vintage, gekauft über CPO, in allen Teilen korrekt und zeitlich zueinander passend ist. Dann hätte ich den erhöhten Preis ja noch irgendwo nachvollziehen können aber so…..
Uhr-Knall
25.02.2026, 14:30
Da gehe ich konform, der Kunde muss happy sein. Was in meinen Augen nicht geht: Unterschwellig Erwartungen wecken, wenn auch nicht explizit geschrieben, und diese dann nicht erfüllen (können). Es gibt auch Leute, die sich für Vintage interessieren, aber ängstlich sind- die fühlen sich dann angesprochen und fallen möglicherweise rein.
Und genau das habe ich tatsächlich auch erwartet. Das eine Vintage, gekauft über CPO, in allen Teilen korrekt und zeitlich zueinander passend ist. Dann hätte ich den erhöhten Preis ja noch irgendwo nachvollziehen können aber so…..
donesteban
25.02.2026, 15:32
Ganz so alte Uhren gibt es doch gar nicht im CPO Programm. Ich weiss nicht, ob es ein hartes Limit gibt, aber 50 Jahre alte DD, DJ oder OP sieht man schon eher auf C24, Ebay,.... und das nicht gerade selten, davon gibt es sehr viele.
Ich bin auch pragmatischer bezüglich der Frage, ob das von den Teilen alles so ist, wie es ausgeliefert wurde. Ich hab mich aber auch nie für eine besonders rare Version die diesem oder jenen Detail auf dem ZB oder was auch immer bezüglich Kauf interessiert. Insofern ist es mir egal, wenn das ZB z.B. nicht zum Alter passt sondern 5 oder 10 Jahre jünger ist. Solange es auch von Rolex ist und problemlos rein passt. Ich hab auch keinen finanziellen Verlust zu befürchten, weil ich eben gar nie den preis für die so gesuchte version xy gezahlt hab, sondern was eben so eine ganz normale DJ,.... aus dem Jahr kostet in dem Zustand. Und ich hab die Uhr auch so gekauft, wie sie ist, weil sie mir so wie sie ist, auch gefällt. Wenn Rolex das so nie vorgesehen hat? Mir doch egal.
Ich kann aber verstehen, dass Fans von besonderen raren Versionen oder historisch korrekten Uhren das anders sehen und sich dann entweder sehr tief in die Materie einarbeiten oder diese Sicherheit über CPO haben möchten. Mir persönlich ist das die Zeit oder den Aufpreis aber nicht wert. Uhr gefällt, keine Teile von Drittherstellern dran oder wenn doch, dann klar deklariert wie "Custom Dial verbaut", dann passt das auch.
Es wurde hier ja schon der soziologische Ansatz bemüht. Ich möchte diesen noch einmal aufgreifen und exemplarische meine Situation im Vergleich zu der meines Schwagers schildern:
Ich sammle gewisse Dinge als Spaß an der Freude, er komplettiert bzw. ergänzt einfach nur seine Garderobe. Ich stecke viel Zeit in meine Sammelleidenschaften, er hingegen arbeitet sich 12-15 Stunden am Tag in der Kanzlei den Hintern ab und hat schlicht keine Zeit dafür, aktive Sammelhobbys zu pflegen. Familie hat er im Gegensatz zu mir ja auch noch. Uns beiden tut eine Uhr im höheren 4-stelligen Preisbereich nicht weh, ihm aber noch sehr viel weniger als mir. Gemessen an seinem Stundensatz würde er nichts dabei sparen, wenn er sich erstmal ins Game einarbeiten und andere Umstände auf sich nehmen würde, um gegenüber den CPO-Preisen dann ein paar tausend € zu sparen. Es sind zwei völlig unterschiedliche Lebensrealitäten, aus welchen völlig unterschiedliche Anforderungen hervorgehen. Und das betrifft dann eben auch den Kauf von Waren und Dienstleistungen. Noch deutlicher wird's, wenn's um andere Artikel mit noch größeren Preisdiskrepanzen geht: Wenn er eine Lederjacke braucht, geht er wie gewohnt bei nächster Gelegenheit beim Engelhorn vorbei und kauft sich dort EINE Belstaff zum Listenpreis von 1400€. Ich hingegen kenne den Markt und die Gegebenheiten in- aus auswendig und treffe mich an irgendwelchen Bahnhöfen mit irgendwelchen Leuten, um mir die Belstaff für rund 500€ zu meinen anderen zu hängen. Ist einer von uns beiden nun dumm? Ich denke nicht.
Schöner, differenzierter Vergleich. :verneig:
...
4. Werthaltigkeit durch offizielle Herkunft
Der Preisaufschlag im CPO ist nicht für die Uhr. ...
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So ist es richtig. Ich habe selbst schon eine CPO 16710 angekauft. Die war 2021 für 12300 Euro bei B. Berlin gekauft worden. Der Preisverfall war über 30%- und das bei einer begehrten Uhr.
mausbiber
25.02.2026, 16:32
Das einzige was mir übel aufstößt ist die Diskrepanz zwischen Ankaufspreis/Ankaufsangebot und Verkaufspreis.
Ich hatte eine verklebte 216570 BD und dachte mir, das sollte ein einfaches sein und in einem akzeptablen Angebot münden.
Langer Rede kurzer Sinn, Interesse war da aber man müsse die Uhr ja aufarbeiten etc. und man könne mir 7k oder 7,5k als Gutschein anbieten.
Wo ist dieser Preis auch nur im Entferntesten realistisch, für den Preis würde ich zwei nehmen.
Eine 216570 aufgearbeitet wird derzeit für 11,4 k z.B. angeboten, das steht in keinem Verhältnis.
Die Uhr ging dann wenige Tage später an einen renommierten Juwelier für einen tatsächlich Marktgerechten Preis.
madmax1982
25.02.2026, 16:37
Tja, der Gewinn liegt im Einkauf. Keiner wird gezwungen, zum schlechtesten Kurs zu verkaufen.
Genau diese Erwartungshaltung wird geschürt und oft nicht geboten.
Kunden kaufen oft deshalb recht teuer und werden enttäuscht.
Das ist schon problematisch wie ich finde
Babbelschnuut
25.02.2026, 18:04
Ganz deiner Meinung :gut:
Es wurde hier ja schon der soziologische Ansatz bemüht. Ich möchte diesen noch einmal aufgreifen und exemplarische meine Situation im Vergleich zu der meines Schwagers schildern:
Ich sammle gewisse Dinge als Spaß an der Freude, er komplettiert bzw. ergänzt einfach nur seine Garderobe. Ich stecke viel Zeit in meine Sammelleidenschaften, er hingegen arbeitet sich 12-15 Stunden am Tag in der Kanzlei den Hintern ab und hat schlicht keine Zeit dafür, aktive Sammelhobbys zu pflegen. Familie hat er im Gegensatz zu mir ja auch noch. Uns beiden tut eine Uhr im höheren 4-stelligen Preisbereich nicht weh, ihm aber noch sehr viel weniger als mir. Gemessen an seinem Stundensatz würde er nichts dabei sparen, wenn er sich erstmal ins Game einarbeiten und andere Umstände auf sich nehmen würde, um gegenüber den CPO-Preisen dann ein paar tausend € zu sparen. Es sind zwei völlig unterschiedliche Lebensrealitäten, aus welchen völlig unterschiedliche Anforderungen hervorgehen. Und das betrifft dann eben auch den Kauf von Waren und Dienstleistungen. Noch deutlicher wird's, wenn's um andere Artikel mit noch größeren Preisdiskrepanzen geht: Wenn er eine Lederjacke braucht, geht er wie gewohnt bei nächster Gelegenheit beim Engelhorn vorbei und kauft sich dort EINE Belstaff zum Listenpreis von 1400€. Ich hingegen kenne den Markt und die Gegebenheiten in- aus auswendig und treffe mich an irgendwelchen Bahnhöfen mit irgendwelchen Leuten, um mir die Belstaff für rund 500€ zu meinen anderen zu hängen. Ist einer von uns beiden nun dumm? Ich denke nicht.
Diesen guten und verständlichen Vergleich hat diese Diskussion gebraucht, danke. 👍🏻
Cooler Vergleich, Stenius. So isses:dr: Nur ne Belstaff für 1,4k würde ich mir nicht kaufen:supercool:
Gab es ja auch gerade noch im Forum für deutlich weniger :supercool:
300SLRoadster
26.02.2026, 03:36
CPO ist der sicherste Weg um eine begehrte Uhr ohne Wartezeit zu bekommen. Es ist der Beginn einer Historie zu einem Konzi (Bucherer). Rolex will dieses Markt kontrollieren. Der Kunde kann sicher sein, dass die Uhr echt ist.
Ich denke, dass Rolex über kurz oder lang einen Weg finden wird, den Zweitmarkt trocken zu legen. Händler wie den K.. will Rolex sicher auf Dauer nichts mehr verdienen lassen. Warum auch, wenn Rolex über Bucherer und CPO selbst diesen Markt bedienen kann.
donesteban
26.02.2026, 07:02
Ich denke, dass Rolex über kurz oder lang einen Weg finden wird, den Zweitmarkt trocken zu legen. Händler wie den K.. will Rolex sicher auf Dauer nichts mehr verdienen lassen. Warum auch, wenn Rolex über Bucherer und CPO selbst diesen Markt bedienen kann.
Die Uhren loswerden ist das eine, mit den zusätzlichen Leistungen geht das schon, da was mehr zu verlangen als ein Grauhändler. Zum Rausdrängen müsste man aber auf da sanderen Seite, dem Ankauf, auf marge verzichten. Wenn Bucherer mehr bietne würde beim Ankauf als die Grauhändler, dann waäre der Markt trocken. Bei weniger bieten als manch ein Grauhändler geht aber immer wieder eine gebrauchte Uhr woanders hin. Erst recht, wenn B den vollen tiefen preis nur per Gutschein rausrückt und für bargeld noch was davon abzieht. Wenn da JETZT eine Uhr verfügbar ist, die man bei B davon kaufen will, ist der Gutschein ja schon gut, aber wenn es heisst: Die dauert 2, 3 Jahre, dann ist der Gutschein suboptimal.
CPO bietet machen Kunden und in manchen Situationen Vorteile.
Andere Kunden fühlen sich von CPO offenbar nicht vollständig abgeholt. Deswegen aber das ganze System in Frage zu stellen, geht vielleicht auch etwas weit.
slimshady
26.02.2026, 18:06
Danke Nico; wieder einmal sehr gut auf den Punkt gebracht. :dr:
FighterJeff
26.02.2026, 21:48
„Rolex Preisgestaltung
Unverbindliche Preisempfehlung inkl. MwSt.
Die unverbindliche Preis*empfehlung kann jederzeit ohne vorherige Ankündigung geändert werden.
Der Verkauf von Rolex Armbanduhren über der unverbindlichen Preisempfehlung und Kopplungsverkäufe sind nicht gestattet. Der weltweite Vertrieb von Rolex Armbanduhren wird jedoch unabhängigen offiziellen Fachhändlern anvertraut, und Rolex ist nicht befugt, in die Geschäftsbeziehung zwischen ihnen und dem Endkunden einzugreifen.“
Ob Bucherer sich wohl daran hält?
R.O. Lex
26.02.2026, 23:19
Das gilt aber doch nur für Neuware, nicht für gebrauchte CPO-Uhren, oder habe ich das jetzt komplett falsch verstanden?
obiwankenobi
26.02.2026, 23:53
Nur Neuware.
wenn man sich vor Augen führt, was mit der Uhr im CPO Programm nach Ankauf passiert, leuchtet einem der VK-Preis schon (mehr) ein.
Ein von Rolex zertifizierter Uhrmacher revidiert die Uhr. Allerdings auch nur, wenn die Uhr den Vorgaben von Rolex entspricht. Kratzer und Macken am Gehäuse u. Band dürfen z.B. nicht zu tief sein. Ansonsten geht die Uhr zur Revi ins Mutterhaus.
Danach wird dir Uhr zu Rolex geschickt, wo sie zertifiziert wird.
Das bedeutet, dass die Uhr (je nach Arbeitsaufwand, der beim Ankauf nur schwer ermittelbar ist) monatelang unterwegs ist. Monate, in denen der Konzi kein Geld verdient.
Und was anscheinend viele vergessen: Der Konzi muss natürlich die Revision und Zertifizierung bei Rolex zahlen!
Der Aufwand und vorallem die Kosten sind also viel höher als beim 0815 Grauhändler.
Blacksteel
28.02.2026, 09:57
Ein von Rolex zertifizierter Uhrmacher revidiert die Uhr.
Das wird dem überwiegenden Teil des Händlereinkaufs entsprechen ;)
Geben wir dem hausangestellten Uhrmacher dann eine Woche und schon hat der Händler volle Marge, da fällt dann auch die Zertifizierung nicht mehr ins Gewicht...:ka:
wenn man sich vor Augen führt, was mit der Uhr im CPO Programm nach Ankauf passiert, leuchtet einem der VK-Preis schon (mehr) ein.
...
Und was anscheinend viele vergessen: Der Konzi muss natürlich die Revision und Zertifizierung bei Rolex zahlen!
Der Aufwand und vorallem die Kosten sind also viel höher als beim 0815 Grauhändler.
Nach dieser Logik müsste ja ein repariertes Unfall Auto teurer als ein Neuwagen sein - wenn es sich um einen Jungwagen handelt. Hat - glaube ich - hier schon jemand erwähnt.
R.O. Lex
28.02.2026, 17:09
Wenn für den Neuwagen Lieferfristen von mehreren Jahren bis hin zu "machen Sie sich bitte keine Hoffnungen" gelten, dann wird ein junger Gebrauchter mit z.B. "Approved" gewiss auch über Liste gehandelt. War doch in der Pandemie gut zu beobachten.
shocktrooper
28.02.2026, 17:22
Hihi.. bei der G-Klasse derzeit noch immer. Das Einzige, was du rasch oder mit Nachlass kriegst, ist der elektrische.
Insofern macht der Vergleich mit sehr begehrten Fahrzeugen mit ellenlanger Lieferfrist schon Sinn.
AndreasL
28.02.2026, 17:30
Lässt sich aber nicht auf Quarzuhren übertragen :D
Streifenkarl
05.03.2026, 11:02
Eigentlich wollte ich ja nach dem allerseits bejubelten "Pottshot" hier nix mehr großartig schreiben, aber was interessiert mich mein Gerede von gestern und ich werde nach diesem Beitrag hier wohl auch erst einmal wieder auf Tauchgang gehen.
Ich saß jetzt fast 24 Stunden auf den Fingern, aber sowas kann ich einfach nicht unkommentiert stehen lassen, zumal es mich als CPO-Kunde persönlich betrifft und ich hier quasi als Depp hingestellt werde.
In meinen Augen ist nicht der CPO-Kunde der Dumme, sondern derjenige, der sowas behauptet und das hier Geschriebene hat für mich das Niveau des kleinen Mannes.
Jemand, der einen CPO-Kunden als "dumm" bezeichnet läuft vermutlich mit dem Handy durch den Klamottenladen und scannt die Preisschilder ab, ob's das Camp David T-Shirt online noch günstiger gibt und freut sich bei IKEA über leckere Kotböller für 5,99 Euro der große Teller, inklusive Sättigungsgefühl und Aufstoßen bis weit nach Mitternacht. Und erzählt stolz im Freundeskreis herum, dass er immer nur das Olivenöl bei Aldi für 2,99 Euro in der 2-Liter-Flasche kauft, weil das ja qualitativ mindestens genauso gut ist als das aus dem Feinkostladen für 30,00 Euro in der 500ml Flasche. Aber Hauptsache 'ne Rolex am Arm, irgendwie muss man sich ja von den anderen abheben.
Es gibt aber noch eine andere Schicht an Menschen, die mit sowas wie Kleinanzeigen oder Uhrenhändlern mit zweifelhaften Ruf schlicht und ergreifend einfach nichts zu tun haben, eben weil sie in einer anderen Schicht leben und agieren. Das hat nicht unbedingt etwas mit Angast vor Fälschungen zu tun, vermutlich haben diese Menschen die Begrifflichkeit des "Superclons" noch nicht einmal zu Gehör bekommen. Niemand würde auch nur ansatzweise auf die Idee kommen, eine Seite wie Kleinanzeigen etc. im Internet auch nur in die Browserzeile einzutippen, wenn er eine Uhr möchte.
Man geht eben einfach zu Bucherer & Co., weil man da schon immer hingegangen ist und es eben schon immer die erste Anlaufstelle war, wenn man sich etwas gönnen möchte oder wenn's um Uhren und Schmuck geht.
Hier weiß man, dass alles passt, wird ordentlich bedient und nicht über den Tisch gezogen. Und wenn es dann halt ein paar Euro mehr kostet, war es das Wert und es ist eben mal so. Gehört halt nun mal dazu.
Das gleiche gilt auch für die andere Richtung, beim Verkauf. Auch ich würde nicht persönlich in die Öffentlichkeit treten, wenn ich eine Uhr verkaufen möchte - dass sollen die Menschen für mich machen, deren Beruf das ist. Und es ist mir auch egal, ob ich jetzt ein paar Hundert oder Tausend mehr oder weniger bekomme, auf das "letzte Preis" Gelaber würde ich mich im Leben nicht einlassen.
Ich habe vor über 20 Jahren einmal versucht, einen 911er privat zu verkaufen. Das ich heute noch Lebe, ist ein Wunder, nachdem mir der potenzielle Kunde während der Probefahrt mitgeteilt hat, dass das Auto ab 280 km/h nicht mehr "so richtig zieht" und da eigentlich "noch was gehen müsste".
Punkt.
Für mich persönlich haben die Leute zu viel Geld, wenn Sie bei CPO verkaufen oder kaufen.
Dann kann man sich die Bequemlichkeit leisten eben nicht beim Grauhändler oder von Privat zu kaufen.
CPO ruft für eine Submariner 116610LN 13.400€ auf
Grauhändler für die selbe 11.400 €
Privat 10.400€
Die mindestens 2000€ Aufschlag muss halt auch haben, vor allem bei den Einsteiger Modellen.
Bei besonderen Uhren kann ich das total nachvollziehen bei CPO zu kaufen, bei der Range Oyster bis Daytona eher weniger.
obiwankenobi
05.03.2026, 11:08
CPO ist nicht Preis, CPO ist Vertrauen.
Btw, wenn man den Handel ausschließlich auf den günstigsten Preis reduziert, darf man sich nicht wundern, wenn er dort nur noch wie ein anonymer Internetkunde behandelt wird. Nichts ist man dann - auch beim Konzi.
Streifenkarl
05.03.2026, 11:23
Du klingst wie ein Markenbotschafter.
Ein Grauhändler oder Privater ist sicher auch nicht günstig, nur eben näher am Marktpreis. Service bekommst du auch bei den meisten Grauhändlern.
Privat kann man auch nette Kontakte haben.
Wenn ich hier den Vergleich lese mit der Belstaff Jacke, vom Engelhorn oder vom Bahnhof, merkt man das einige Leute hier doch sehr seltsam projezieren und dass Sie in einer eigene Bubble / Welt leben.
Nur schwarz oder weiß.
Nicht jeder Privatkauf findet am Bahnhof statt (außer der Poster hat das so gehandhabt und nur diese Erfahrung).
Am Ende ist es eine Geldfrage, hier gibts genug Leute mit mehr als genug Geld und ich würde es an deren Stellen wahrscheinlich auch so handhaben und den Aufpreis in Kauf nehmen, für ein ruhigeres Gewissen und weniger Stress.
So fern es mir aber nur um die Uhr geht, reicht mir die Sicherheit, dass es eine echte Uhr ist. Das geht dann auch ohne CPO
obiwankenobi
05.03.2026, 15:03
Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, wie du hier für alle sprechen kannst. Dass Dir der Aufpreis bei CPO zu hoch ist, ist ja völlig legitim - aber daraus zu schließen, dass „die Leute“ zu viel Geld haben, ist am Ende auch nur Deine persönliche Sicht.
Townmaster
03.04.2026, 22:09
Rolex CPO: alle Zweifel beseitigt…… für mich seit letztem Wochenende definitiv ja.
Nach gut zwei Jahren Suche habe ich für mich die perfekte 116500LN gefunden,
und dass beim offiziellen Konzi ohne Wartezeit und Zweifel, Dank Rolex CPO.
In der Zeit gab es einige Angebote auf dem Sekundärmarkt, wo es zum Teil bei mir auch gezuckt hat.
Aber irgendwie hatte ich immer Bedenken. Entweder war es der Preis, Zustand, Herkunft, Verkäufer oder die Authentizität.
Parallel habe ich stets die Angebote aller in Deutschland teilnehmenden Rolex CPO Konzessionäre verfolgt.
Vor gut drei Wochen entdeckte ich erstmalig eine RCPO 116500LN Panda, und dass auch noch beim Konzi ganz in meiner Nähe.
Eine 116500LN Panda, von 2022, Rolex CPO, mit Originalbox und Papiere.
WTF dachte ich, da wir gerade in Miami waren und kurz vor einer 14-tägige Kreuzfahrt standen.
Dementsprechend habe ich sofort Kontakt aus der Ferne aufgenommen und Interesse bekundet.
Ein- zwei Telefonate später, war der Deal fix.
Die Abholung erfolgte dann gut zwei Wochen später letzten Samstag persönlich Vorort.
Selbst die Übergabe wurde Seitens des Konzessionärs gleich einer Neuauslieferung zelebriert.
Für mich ist ein Traum in Erfüllung gegangen, definitiv ohne Zweifel ……
363058
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363060
363061
obiwankenobi
03.04.2026, 22:30
Fein fein - herzlichen Glückwunsch!
Daniel200
03.04.2026, 22:58
Glückwunsch und viel Spaß mit der Daytona, Andreas :dr:
Staubauge
03.04.2026, 23:14
Sehr schöne Daytona. Ich finde auch dieses weiße Etui und das kleine weiße Mäppchen recht edel. Die Aufmachung hat schon was.
Auch hier nochmal herzlichen Glückwunsch!! :jump:
ein michael
04.04.2026, 07:39
Viel Tragefreude!
CrownAndPiston
04.04.2026, 12:09
Stark! Muss ehrlich sein, dem könnte ich auch was abgewinnen.
Also ich habe das CPO Programm jetzt zweimal in Anspruch genommen. Einmal als Käufer, was mir einfach ein GUTES GEFÜHL vermittelt hat. Das gesamte Drumherum war wie bei einem Neukauf. Klar, ich hätte die Uhr (16710) sicherlich bei Chrono oder sonstwo günstiger bekommen, aber für mich ist das eine Sache, die ich nicht nur rational sehe. (Ich habe aber bei meinen Käufen von Privat auch durchweg positive Erfahrungen gemacht, allein deswegen, weil ich nette Menschen kennengelernt habe.)
Letztens habe ich zwei Uhren ins CPO Programm gegeben, um mir direkt andere Uhren dafür zu kaufen. Also rein-raus sozusagen. Insgesamt war diese Variante auch preislich völlig akzeptabel, da ich dadurch einen höheren Kurs auf meine Uhren bekam. Und vor allem: Es ging fix und unkompliziert. Innerhalb von 3 Stunden war der gesamte Drops gelutscht. Sofortige Bewertung meiner Uhren, sofortige Auszahlung. Und das ist für mich auch ein Argument, wenn ich daran denke, wie zäh sich teilweise meine Privatverkäufe gestaltet haben. Fotos machen, Text schreiben, dusselige Fragen beantworten, Zu-/Absagen, Rumfahren, usw. Auch die "Einfachheit" ist für mich manchmal ein Argument und ich rechne dann, was ich an Zeit investieren musste.
(BTW: Ich bekomme auch begehrte Uhren meist in kurzer Zeit. U.a. wegen meiner Kaufhistorie. Die Rückgabe von Uhren ins CPO beim Konzi ist sicherlich förderlich für weitere Käufe, wie mir mein Konzi bestätigte.)
Ach, da fällt mir noch was ein: Ich hatte mal ein paar Uhren bei einem Händler zum Verkauf (wie ein Kommissionsverkauf) abgegeben. Die Sache zog sich wie ein Kaugummi. Bis die Uhren auf deren Seite zu sehen waren, vergingen ca. 6 Wochen. Begründung: "Man biete sie erstmal Bestandskunden an." Nachdem die Uhren verkauft waren, musste ich weitere 4 Wochen auf das Geld warten, da "die Rückgabefrist abgewartet werden müsse." Für was die Uhren tatsächlich über den Tisch gingen, blieb "geheim", da ich ja keinen Einblick in die Kaufverträge mit dem Käufer hatte. Also irgendwie war das schon komisch. Und ein Geduldsspiel. Und Geduld gehört nicht gerade zu meinen hervorstechenden Charaktereigenschaften.
uhrträger
08.04.2026, 15:12
Miami - Kreuzfahrt und dann direkt zur Pandaabholung!
Das klingt nach erfolgreichen 2-3 Wochen. Gratulation.
Ist das weiße "Reiseetui" eine Besonderheit vom CPO-Programm? Sieht schön aus.
Vielleicht kontaktiere ich meinen Konzi demnächst und lasse mir einen CPO-Uhrentausch auf ein anderes Modell durchrechnen für das ich sonst wohl nie an die Reihe komme.
Pharmartin
08.04.2026, 15:34
Ich war letzte Woche in London und bin da mal bei Watches of Switzerland reingesprungen (direkt neben Harrods der Laden).
Die haben auch eine CPO-Abteilung und im Schaufenster glitzerte mir eine Meteorite-Daytona entgegen.
Ich sofort rein und gefragt, ob ich die mal befummeln dürfte, habe aber sofort zu verstehen gegeben, dass ich aufgrund des Preises keine Kaufabsichten hege...
War denen total egal, so was von freundlich habe ich selten erlebt. Nachdem ich mich artige bedankt habe, dass sie mir die Uhr gezeigt haben, haben die sich im Gegenzug sofort dafür bedankt, mir die zeigen zu dürfen.
Klasse Laden.
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